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Die HSH Nordbank braucht Unterstützung.

Bankenaufsicht: Rettungspaket für HSH Nordbank

Kiel - An einem Rettungspaket für die HSH Nordbank führt aus Sicht der Bankenaufsicht des Bundes (BaFin) kein Weg vorbei.

“Es gibt jede Menge Alternativen. Die halte ich aber alle für nicht empfehlenswert“, sagte BaFin-Präsident Jochen Sanio am Donnerstag in Kiel. Sinke das Kernkapital der Bank unter die aufsichtsrechtlich festgelegte Quote von vier Prozent, bleibe der BaFin keine andere Möglichkeit als ein Moratorium zu erlassen, das langfristig zum Ende der Bank führen könne. Die entsprechenden Vorschriften “möchte ich bei keiner systemisch relevanten Bank in die Hand nehmen müssen“, sagte Sanio.

Eine Unterstützung der HSH Nordbank durch den Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (SoFFin) sei ebenfalls an die Umsetzung des vorgelegten Rettungspakets gebunden, sagte SoFFin-Chef Hannes Rehm. Er halte das neue Konzept für trag- und zukunftsfähig. Angesichts der bereits getätigten Investitionen, des vorhandenen Sachverstands und der existierenden Kundenbeziehungen sei eine Abwicklung keine Alternative.

Die Regierungen von Hamburg und Schleswig-Holstein wollen die Bank mit einer Kapitalspritze von drei Milliarden Euro und zusätzlichen Garantien über zehn Milliarden Euro stützen und die Kapitalquote damit bis 2011 dauerhaft über sieben Prozent halten.

Einen Magazinbericht über die Abberufung des nahezu gesamten HSH- Vorstands hat der HSH-Aufsichtsrat am Donnerstag als “unzutreffend“ zurückgewiesen.

dpa

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