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Wirtschaftsminister Martin Zeil ( FDP)

Bayern erreicht 2008 trotz Bremsspuren nochmals Exportrekord

München - Die bayerische Wirtschaft hat im vergangenen Jahr trotz deutlicher Bremsspuren zum Jahresende soviele Waren ins Ausland exportiert wie nie zuvor. Mit einem Anstieg der Ausfuhren um 1,4 Prozent auf 155,7 Milliarden Euro sei der 15. Exportrekord in Folge erzielt worden, teilte Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) am Sonntag in München mit.

Diese Serie werde sich in diesem Jahr aber wohl nicht mehr fortsetzen. “Wahrscheinlich wird 2009 kein weiterer Rekord für die bayerische Exportwirtschaft erzielt werden.“ Im vierten Quartal seien die Ausfuhren bereits deutlich eingebrochen.

Besonders die Ausfuhren in die USA (minus 8,9 Prozent), nach Spanien und Großbritannien gingen im vergangenen Jahr deutlich zurück. Hingegen bestellten Kunden in Brasilien, Russland, China und Indien deutlich mehr Waren aus Bayern als ein Jahr zuvor. In diesen Ländern stieg das Volumen im zweistelligen Prozentbereich.

“Bayerische Exportschlager waren 2008 unverändert Fahrzeuge, Maschinen und elektrotechnische Erzeugnisse“, berichtete Zeil. Während der Absatz von Fahrzeugen um 3,8 Prozent zurückging, legte der Absatz von Maschinen (plus 4 Prozent) und elektrotechnischen Erzeugnissen zu. Für viele Firmen in Bayern hat der Export eine große Bedeutung, da sie einen Großteil ihres Umsatzes mit der Ausfuhr ihrer Produkte ins Ausland machen. Einige Firmen haben eine Exportquote von 80 Prozent oder noch mehr.

dpa

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