+
Zu schade zum Verschrotten? angeblich verkauft so mancher Schrotthändler alte Autos illegal weiter.

Betrug mit der Abwrackprämie

Berlin - Bei der Verschrottung von alten Fahrzeugen im Rahmen der Abwrackprämie registriert die Polizei vermehrt Betrugsfälle.

Dies berichtet die "Bild-Zeitung". Das Blatt beruft sich auf Informationen vom Bund Deutscher Kriminalbeamter. Demnach haben Schrotthändler in den vergangenen Wochen mehrere hundert abgewrackte Autos illegal weiterverkauft. Der stellvertretende BDK-Bundesvorsitzende Wilfried Albishausen sagte der Zeitung, mindestens 500 Fahrzeuge seien von Deutschland aus nach Afrika verschifft worden. “Es handelt sich um professionelle Betrüger. Sie versuchen im großen Stil, abgewrackte Autos zu verkaufen.“ Um den Betrug einzudämmen, verlangte Albishausen mehr Kontrollen in Häfen und unangekündigte Überprüfungen von Schrottplätzen und Recyclingstellen: “Nur so lässt sich das Problem in den Griff bekommen.“

Die Gewinner der Abwrackprämie

Das bringt die Abwrackprämie: Neuzulassungen im Januar 2009

Die Polizei hat dem Bericht zufolge bei Stichprobenkontrollen im Hamburger Hafen bisher 25 Altautos sichergestellt, die illegal verschifft werden sollten. In mehreren Fällen seien die Verfahren bereits an die Staatsanwaltschaft abgegeben worden. Auch in Bremen gebe es zwei Betrugsfälle. Albishausen erklärte, bei den aufgedeckten Fällen handele es sich lediglich “um die Spitze des Eisbergs“. Die Abwrackprämie von 2.500 Euro, die es für den Kauf eines Neuwagen bei gleichzeitiger Verschrottung eines mindestens neun Jahre alten Vorgängermodells gibt, haben inzwischen mehr als eine Million Bürger beantragt oder reserviert. Voraussetzung für den legalen Bezug der Prämie ist der Nachweis der Verschrottung.

AP

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Allianz Deutschland wächst kräftig
Unterföhring (dpa) - Die Allianz legt auf ihrem deutschen Heimatmarkt kräftig zu. Im ersten Halbjahr stiegen die Umsätze im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 7,8 …
Allianz Deutschland wächst kräftig
Kartellamt will kleine Händler vor Amazon und Co. schützen
Macht Amazon kleineren Händlern den Garaus? Das Bundeskartellamt befürchtet genau das. Deswegen will Chef Andreas Mundt nun rechtzeitig Maßnahmen ergreifen und so „die …
Kartellamt will kleine Händler vor Amazon und Co. schützen
"Suchst Du Ärger?": China verbietet schräge Firmennamen
Chinas Regierung will für Ordnung im Firmenregister sorgen. Darunter leidet nun unter anderem ein Kondomhersteller mit einem enorm langen Namen.
"Suchst Du Ärger?": China verbietet schräge Firmennamen
Verkaufspläne für Air Berlin werden konkreter
Unter hohem Zeitdruck will sich Lufthansa große Teile der Air Berlin einverleiben. Schon in der kommenden Woche könnte nach einem Bericht alles klar sein.
Verkaufspläne für Air Berlin werden konkreter

Kommentare