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Auch BMW kämpft mit der Wirtschaftskrise.

Wirtschaftskrise

BMW-Verkaufszahlen brechen im März weiter ein

München (dpa) - Der Abwärtstrend setzt sich beim Münchner Autobauer BMW fort. Der Vertriebsvorstand sieht aber ermutigende Signale auf wichtigen Märkten wie den USA oder Deutschland.

Weltweit seien im März 126 375 Autos der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce verkauft worden und damit 17,2 Prozent weniger als im Vorjahresmonat, berichtete das Unternehmen am Dienstag in München. Damit sei der Rückgang zwar etwas geringer ausgefallen als in den Vormonaten, teilte Vertriebsvorstand Ian Robertson mit. Auf wichtigen Märkten wie den USA oder Deutschland seien ermutigende Signale zu sehen. “Es ist aber noch zu früh, von einer weltweiten Trendwende zu sprechen.“ Im gesamten ersten Quartal verkaufte die Gruppe gut 277 000 Fahrzeuge, was einem Rückgang um 21,2 Prozent entsprach.

Der deutsche Markt geriet durch die Abwrackprämie allerdings in Bewegung. Hier lag das Absatzminus im März mit gut 24 800 ausgelieferten Fahrzeugen nur noch bei 1,1 Prozent. Im ersten Quartal wurden knapp 59 000 Autos verkauft, 13 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. “Wir haben bisher etwa 14 000 Autos dank der Abwrackprämie verkauft“, sagte ein Sprecher auf Anfrage. Mehr als die Hälfte davon seien aber junge Gebrauchtwagen gewesen. BMW bleibe zwar bei der Kritik, dass die Prämie hauptsächlich Massenherstellern wie Volkswagen oder Renault nütze, auf die Zulieferbetriebe habe sie aber eindeutig einen stabilisierenden Effekt.

Auffällig war das Nachfrageplus bei größeren Modellen. Gut entwickelte sich hier vor allem der neue 7er. Von ihm wurden im März 4469 Fahrzeuge verkauft, dies waren 18,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Auch bei den großen Geländewagen X5 und X6 zeigte der Trend nach oben. Hier lag das Absatzplus bei 14,2 Prozent. Bei der 1er-Baureihe hielten sich die Verluste mit 7,2 Prozent zumindest in Grenzen, hart traf es vor allem die volumenstarken 3er- (-21%) und 5er-Baureihen (- 18,3%), den kleinen Geländewagen X3 (-43,5%), den 6er (-53,7%) und den Roadster Z4 (-67,5%). Hier bringt BMW im Laufe des Jahres aber ein neues Modell. Trüb sah es wegen des langen Winters auch im Motorradgeschäft aus. Hier wurden nur 9100 Maschinen verkauft, 18 Prozent weniger als im Vorjahr.

(dpa)

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