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Der Gewinneinbruch bei dem Automobilzulieferer ist dramatisch.

Bosch verzeichnet dramatischen Gewinneinbruch

Gerlingen - Der weltgrößte Autozulieferer Bosch hat infolge der Wirtschaftskrise im Jahr 2008 einen dramatischen Gewinneinbruch hinnehmen müssen.

Das Unternehmen kündigte zugleich weitere Stellenstreichungen im Ausland an. Auch in Deutschland werde der Personalstand tendenziell sinken, teilte Bosch-Chef Franz Fehrenbach am Donnerstag in Stuttgart mit.

Das Ergebnis nach Steuern brach im vergangenen Jahr um 87 Prozent auf 372 Millionen Euro ein. Der Umsatz sank um 2,6 Prozent auf 45,1 Milliarden Euro. Der Konzern erwartet kein schnelles Ende der Krise: “Wir rechnen mit einer tiefen Rezession bis weit in 2009 hinein, und das erste Quartal hat diese Annahme mit einem spürbaren Umsatzrückgang klar bestätigt.“ Frühestens im zweiten Halbjahr sieht der Konzern “erste Anzeichen einer Stabilisierung.“

Der Autozulieferer erwarte eines der schwierigsten Jahre der Unternehmensgeschichte mit deutlichen Umsatz- und Ertragsrisiken.

32.000 Beschäftigte in Kurzarbeit

In Deutschland seien zurzeit 32.000 Beschäftigte in Kurzarbeit, bei weiteren 26.000 sei die Arbeitszeit reduziert worden. Im Ausland seien rund 35.000 Mitarbeiter von Arbeitszeitkürzungen betroffen.

Fehrenbach sagte: “Wir wollen unsere Kernmannschaft so weit wie möglich zusammenhalten, wo es um konjunkturelle Beschäftigungsschwankungen geht.“ Gleichzeitig gelte aber, dass ohnehin anstehende “strukturelle Anpassungen“ konsequent angegangen und auch absehbare Überkapazitäten abgebaut würden.

Ende des Jahres zählte Bosch in Deutschland über 114.000 Mitarbeiter. Der Konzern hatte bisher im Ausland rund 3.000 Mitarbeitern betriebsbedingt gekündigt. Fehrenbach sagte: “Leider ist absehbar, dass sich diese Zahl im weiteren Jahresverlauf noch wesentlich erhöhen wird.“

Wichtigste Sparte Kraftfahrzeugtechnik

In der wichtigsten Sparte Kraftfahrzeugtechnik ging der Umsatz um 6,9 Prozent auf 26,5 Milliarden Euro zurück. Vor allem der Absatzrückgang auf dem US-Automarkt sei dafür verantwortlich. In Europa habe sich seit Mitte des vergangenen Jahres die Automobilkonjunktur ebenfalls deutlich abgekühlt.

Der Bereich Industrietechnik verzeichnete hingegen im Jahr 2008 einen Zuwachs beim Umsatz um 13 Prozent auf 6,7 Milliarden Euro. Hintergrund sei die teilweise Einbeziehung des übernommenen Solarzellenherstellers ersol Solar Energy. Vor allem die Automatisierungstechnik und das Geschäft mit Komponenten und Getrieben für die Windenergieerzeugung sorgten für den Umsatzschub bei der Industrietechnik. Auch die Verpackungstechnik habe sich gut entwickelt. Im Bereich Gebrauchsgüter und Gebäudetechnik legte Bosch um 1,4 Prozent beim Umsatz zu. Er betrug im vergangenen Jahr 11,9 Milliarden Euro, wie Fehrenbach mitteilte. Hintergrund für die geringe Umsatzsteigerung sei die Immobilienkrise in den USA und auf wichtigen europäischen Märkten gewesen.

ap

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