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Die staatliche Übernahme für die HRE ist angelaufen.

Bund hält knapp zehn Prozent an Hypo Real Estate

Frankfurt/Main - Die Aktionäre des vor der Verstaatlichung stehenden Immobilienfinanzierers Hypo Real Estate (HRE) zögern mit dem Verkauf ihrer Anteile.

Bis Donnerstagnachmittag hat der Bund lediglich 1,28 Prozent an dem schwer angeschlagenen Unternehmen angedient bekommen, wie der Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (SoFFin) am Freitag in Frankfurt mitteilte. Insgesamt besitzt der Staat damit nun 9,94 Prozent der HRE. Die schon gehaltenen Anteile hatte er sich Ende März über eine Kapitalerhöhung gesichert.

Seit einer Woche läuft das Übernahmeangebot zum Preis von 1,39 Euro pro Anteilsschein. Bis zum 4. Mai haben die restlichen Aktionäre der HRE nun Zeit, ihre Papiere noch an den Bund abzutreten. Fraglich ist vor allem, ob Großaktionär J.C. Flowers seinen Anteil von knapp 22 Prozent freiwillig abgibt. Notfalls will der Bund ein Verfahren zur Enteignung einleiten. Dann würde der Staat aber einen geringeren Preis für die Aktien zahlen.

Die Hypo Real Estate stand im vergangenen Jahr wegen der Schwierigkeiten ihrer Tochter Depfa Bank kurz vor dem Kollaps und wird seitdem mit Geld und Garantien von insgesamt 102 Milliarden Euro am Leben gehalten. Nach der Komplettübernahme soll die HRE radikal verkleinert werden. Der Abbau von 1000 Stellen ist bereits beschlossene Sache, zahlreiche Auslandsstandorte werden geschlossen.

dpa

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