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Die Talfahrt im deutschen Maschinenbau geht weiter: China ist auf der Überholspur.

China schiebt sich im Maschinenbau vor Deutschland

Hannover - China ist im vergangenen Jahr zum weltgrößten Maschinenbau-Produzenten aufgestiegen und hat damit Deutschland überholt.

Die Chinesen kamen auf einen Marktanteil von 17,2 Prozent, die heimischen Hersteller auf 14,7 Prozent, wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) am Montag auf dem Branchentreff Hannover Messe mitteilte. Der bisherige Spitzenreiter USA landete mit einem Anteil von 14,6 Prozent nur noch auf Rang drei. Es folgen Japan (11,8 Prozent) und mit Abstand Italien (6,8 Prozent).

Zwar konnten die deutschen Unternehmen ihren Umsatz trotz der Wirtschaftskrise noch um 8 Prozent auf 233 Milliarden Euro hochschrauben, die Konkurrenten aus China wuchsen jedoch um 30 Prozent auf 271 Milliarden Euro. Dagegen schlug die Rezession bei den US-Amerikanern mit einem Umsatzrückgang von 10 Prozent auf 231 Milliarden Euro bereits kräftig zu. In dem Land hatte die Finanzkrise ihren Ausgangspunkt genommen.

Weltweit wurden nach Schätzungen des VDMA Maschinen für knapp 1,58 Billionen Euro verkauft, 3 Prozent mehr als noch 2007. Die Branche hatte nach fünf Boomjahren ab Mitte des vergangenen Jahres aber den Wirtschaftsabschwung zu spüren bekommen. Weltweit brachen die Bestellungen ein und wurden bereits vergebene Aufträge storniert. Bei den deutschen Maschinenbauern halbierten sich die Order zuletzt. Der VDMA rechnet angesichts dessen in diesem Jahr mit einem Rückgang der Produktion um 10 bis 20 Prozent. Weltweit sieht der Verband die Umsätze um rund ein Zehntel schrumpfen.

dpa

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