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Die Rettung von Chrysler scheint gescheitert zu seinl.

Chrysler-Rettung offenbar gescheitert

Detroit - Der angeschlagene US-Autobauer Chrysler steuert offenbar doch auf eine Insolvenz zu.

Einige der Gläubiger wollten einem mit Hilfe der US-Regierung ausgearbeiteten Umschuldungsplan nicht zustimmen, wie ein Gewährsmann der Nachrichtenagentur AP in der Nacht zum Donnerstag mitteilte. Deshalb seien die Gespräche abgebrochen worden.

Damit schien auch die geplante Allianz mit Fiat zur Rettung von Chrysler gescheitert zu sein. Vier große Gläubigerbanken, denen Chrysler 70 Prozent seiner gesamten Verbindlichkeiten schuldet, hatten der Umschuldung bereits zugestimmt. Das Schicksal des Autobauers hing jedoch an rund 40 Hedge Fonds, die zusammen etwa 30 Prozent der Gesamtschulden von 6,9 Milliarden Dollar (5,2 Milliarden Euro) einklagen können. Der Deal sah vor, dass die Regierung für die Umschuldung insgesamt zwei Milliarden Dollar bereitstellt. Dafür wurden dem Gewährsmann zufolge am Mittwochabend noch einmal weitere 250 Millionen Dollar zugesagt. Die Gläubigerfonds hätten jedoch einen noch besseren Deal verlangt, was die Regierung abgelehnt habe.

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Chrysler stand unter dem Ultimatum, bis (heutigen) Donnerstag ein umfassendes Sanierungskonzept vorzulegen. Die geplante Partnerschaft mit Fiat galt darin als letztes Teilstück. Nach Angaben des Gewährsmanns wollte Fiat zunächst einen Anteil von 20 Prozent an Chrysler übernehmen und im Gegenzug die Chrysler-Technologie für die Produktion von Kleinwagen und Motoren erhalten. Später könne der Anteil auf 35 Prozent steigen, hieß es.

Gewerkschaften billigen Kostensenkungen

Zu den von der Regierung gestellten Bedingungen an Chrysler gehörten die Einigung mit den Gläubigern über einen Tausch von Schulden gegen Aktien sowie eine Vereinbarung mit der Gewerkschaft United Auto Workers (UAW) über Kostensenkungen. Letztere wurde am späten Mittwochabend erzielt. Nach Gewerkschaftsangaben sprachen sich 82 Prozent aller Hilfsarbeiter und 80 Prozent der Facharbeiter für den Deal aus, der am 4. Mai in Kraft treten soll. Von den Angestellten stimmten demnach 90 Prozent dafür, von den gewerkschaftlich organisierten Technikern 94 Prozent.

US-Präsident Barack Obama zeigte sich am Mittwochabend noch überzeugt, dass Chrysler überleben könne, ohne einen Insolvenzantrag stellen zu müssen. Er sei heute zuversichtlicher als noch vor einem Monat, sagte Obama auf einer Pressekonferenz anlässlich seiner ersten 100 Tage im Amt. Chrysler hat seit Jahresbeginn von der Regierung bereits vier Milliarden Dollar erhalten. Obama betonte aber zugleich, er habe trotz der vielfältigen Unterstützung keinerlei Absicht, die Automobilkonzerne der USA zu übernehmen.

ap

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