+
Verlust geringer als befürchtet: Die Citigroup musste im ersten Jahresquartal ein Minus von 966 Millionen Dollar einstecken.

Citigroup verringert Verlust deutlich

New York - Die Hoffnung auf eine Stabilisierung der US-Finanzbranche wächst: Die schwer angeschlagene Großbank Citigroup hat ihren Verlust im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahr deutlich verringert und besser abgeschnitten als erwartet.

Citigroup wies ein Minus von 966 Millionen Dollar aus nach einem Verlust von mehr als 5 Milliarden im Vorjahreszeitraum. Es war das beste Quartal seit Ende 2007. In den vergangenen Tagen hatten andere US-Banken bereits mit unerwartet hohen Gewinnen überrascht. Mit einem Verlust je Aktie von 18 Cent schnitt die einst größte US-Bank, die mit Milliarden vom Staat gestützt werden musste, besser ab als von Analysten erwartet. Diese hatten mit minus 34 Cent je Anteilsschein gerechnet.

Vorstandschef Vikram Pandit sagte, er sei erfreut über die Entwicklung der Bank. “Während wir und die Finanzindustrie angesichts der weltweiten Konjunkturschwäche in den kommenden Quartalen vor Herausforderungen stehen, werden wir alles tun, um Citi zu stärken.“

Der Umsatz verdoppelte sich im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahr auf 24,8 Milliarden Dollar dank eines starken Handelsgeschäfts. Faule Kredite belasteten die Bilanz allerdings mit 7,3 Milliarden Dollar. Zudem musste die Bank die Risikovorsorge für künftige Ausfälle um 2,7 Milliarden Dollar erhöhen. Vor Abzug der Dividende an Vorzugsaktionäre schrieb Citigroup mit 1,6 Milliarden Dollar aber sogar schwarze Zahlen. Vorzugsaktien hält die US-Regierung, die im Gegenzug für ihre milliardenschweren Kapitalspritzen an dem Institut beteiligt ist. Citi hat bisher 45 Milliarden Dollar von der Regierung erhalten und Bürgschaften über 100 Milliarden für risikoreiche Papiere.

Die Citigroup, die mit am härtesten von den US-Großbanken von der Finanzkrise getroffen wurde, hat sich einen massiven Umbau verordnet, der mit dem Abbau von einem Fünftel der Jobs verbunden ist.

ap

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Kartellvorwürfe: Durchsuchungen bei BMW in München
Aufregung um deutsche Autobauer: Einem Medienbericht zufolge durchsuchen Ermittler Räumlichkeiten von BMW. Der Grund: Kartellvorwürfe.
Kartellvorwürfe: Durchsuchungen bei BMW in München
Anleger verlässt der Mut - Dax unter 13 000 Punkten
Frankfurt/Main (dpa) - Die Anleger am deutschen Aktienmarkt hat zum Wochenschluss doch noch der Mut verlassen. Ungeachtet neuer Rekorde an den US-Börsen gab der Dax …
Anleger verlässt der Mut - Dax unter 13 000 Punkten
Immer mehr Firmen verlegen ihren Sitz aus Katalonien
Madrid (dpa) - Seit der Zuspitzung der Katalonien-Krise Anfang Oktober haben 1185 Unternehmen ihren rechtlichen Sitz in andere spanische Regionen verlegt. Diese Zahl …
Immer mehr Firmen verlegen ihren Sitz aus Katalonien
Verkauf von Teilen Air Berlins an Easyjet noch offen
Nach der Vereinbarung mit Lufthansa wird die Zeit für den Verkauf der übrigen Air-Berlin-Teile knapp. Mit Easyjet wurde die insolvente Fluggesellschaft bislang nicht …
Verkauf von Teilen Air Berlins an Easyjet noch offen

Kommentare