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Die Aufsichtsratsmitglieder der Continental AG, Georg und Maria-Elisabeth Schaeffler während der Hauptversammlung des Autozulieferes.

Conti könnte bald Schaeffler führen

Frankfurt/Herzogenaurach - Im Ringen um eine gemeinsame Zukunft der Autozulieferer Continental und Schaeffler wird nun laut Medienberichten intensiv über einen Zusammenschluss der beiden Konzerne unter der operativen Führung von Continental diskutiert.

Sowohl die kreditgebenden Banken als auch die Politik favorisierten diese Lösung, berichtet unter anderem die “Frankfurter Allgemeine Zeitung“ am Freitag. Schaeffler wies die Berichte zurück. Solche Gerüchte sollten offensichtlich für Unfrieden zwischen Schaeffler und Conti sorgen, erklärte Schaeffler-Sprecher Detlef Sieverdingbeck auf Anfrage.

Die “Frankfurter Allgemeine Zeitung“ hatte am Freitag berichtet, sowohl die kreditgebenden Banken als auch die Politik favorisierten diese Lösung. Der Konzern mit dann gut 33 Milliarden Euro Umsatz und mehr als 200 000 Beschäftigten bliebe börsennotiert. Die Familie Schaeffler, die gerade erst Continental kreditfinanziert gekauft, sich dabei aber übernommen hat, könnte als Ankeraktionär engagiert bleiben. Die Banken würden Kredite in eine direkte Beteiligung an dem Konzern umwandeln - und könnten auf eine Wertsteigerung ihres Engagements in der Zukunft hoffen.

Beide Konzerne sind zusammen mit mehr als 20 Milliarden Euro verschuldet. Conti-Chef Karl-Thomas Neumann hatte auf der Hauptversammlung am Donnerstag gesagt: “Leider ist auch heute noch nicht klar, in welcher Konstellation die Continental AG und die Schaeffler Gruppe künftig kooperieren werden.“ Es fehle ein Gesamtkonzept. Dieses wolle er innerhalb von maximal 100 Tagen vorlegen. Dann werde geklärt, ob Conti die Gummisparte abstoßen werde oder nicht. Jedoch ist die Ankündigung auch in Bezug auf die Fusionspläne mit Schaeffler zu verstehen. “Eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten ist machbar“, sagte Neumann.

lby

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