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Zusammen mit französischen Mitarbeitern demonstrieren Arbeiter gegen eventuelle Werksschließungen.

Conti-Beschäftigte protestieren gegen Werksschließungen

Hannover - Beschäftigte des Autozulieferers Continental haben am Donnerstag vor der Hauptversammlung des Unternehmens gegen die geplanten Werksschließungen protestiert.

Sie versammelten sich vor dem Tagungssaal in Hannover. An der Demonstration nehmen auch rund 1200 französische Conti-Arbeiter teil, die am Morgen mit einem Sonderzug eintrafen.

“Die Lage ist bisher ruhig“, sagte eine Polizeisprecherin. Der Protest richtet sich gegen die Schließung von Conti- Reifenwerken am Stammsitz Hannover und im nordfranzösischen Clairoix.

In Frankreich hatten am Dienstag Conti-Arbeiter aus Wut über den Verlust ihrer Arbeitsplätze randaliert. Im Mittelpunkt des Aktionärstreffens in Hannover dürfte auch das in den vergangenen Monaten erheblich belastete Verhältnis zwischen Conti und Großaktionär Schaeffler stehen.

Nach Informationen der “Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ zeichnet sich ein Zusammenschluss beider Konzerne unter operativer Führung von Conti ab. Der Zeitung zufolge sollen sowohl Banken als auch die Politik derzeit diese Lösung favorisieren.

Mittelfristig könnte der neue Riese mit gut 33 Milliarden Euro Umsatz und mehr als 200 000 Beschäftigten an die Börse gebracht werden. Beide Konzerne sind zusammen mit mehr als 20 Milliarden Euro verschuldet - Conti wegen der Übernahme von VDO, Schaeffler wegen der Übernahme von Continental.

dpa

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