Daimler trennt sich von Chrysler

Stuttgart - Der Autobauer Daimler trennt sich vollständig von seinem verbliebenen Anteil an dem schwer angeschlagenen US-Branchenkollegen Chrysler.

Eine entsprechende Einigung sei mit dem Mehrheitseigner Cerberus und der staatlichen Pensionsaufsicht erzielt worden, teilte das Unternehmen am Montag in Stuttgart mit. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern werde dadurch im zweiten Quartal mit bis zu 700 Millionen US-Dollar (529 Mio Euro) belastet. Im Rahmen der Übertragung des bisherigen 19,9-Prozentanteils der Stuttgarter an den Finanzinvestor Cerberus verzichtet Daimler auf die Rückzahlung der Chrysler gewährten Darlehen, die im Jahresabschluss 2008 bereits vollständig abgeschrieben wurden.

Chrysler und Cerberus verzichten der Mitteilung zufolge auf die mögliche Geltendmachung etwaiger Forderungen im Rahmen des vorhergehenden Anteilsverkaufs im August 2007. Außerdem zieht Cerberus die 2008 vorgebrachten Vorwürfe gegen Daimler vollständig zurück. Die bestehende Pensionsgarantie in Höhe von einer Milliarde Dollar gegenüber der staatlichen Pensionsaufsicht wird auf einen Betrag von 200 Millionen Dollar reduziert und läuft bis August 2012 weiter. Daimler wird zum Zeitpunkt der Unterzeichnung des endgültigen Vertrags und in den folgenden beiden Jahren jeweils 200 Millionen Dollar in die Pensionspläne von Chrysler einzahlen.

dpa

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