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DGB-Chef Michael Sommer forder 100 Milliarden zusätzlich gegen die Wirtschaftskrise.

Wirtschaftskrise

DGB verlangt mindestens 100 Milliarden zusätzlich für die Konjunktur

Berlin - Im Kampf gegen die Krise hat DGB-Chef Michael Sommer weitere Konjunkturmaßnahmen und Investitionen im Umfang von 100 Milliarden Euro gefordert.

 Hinzu kämen dann noch Mittel für die Rettung von Firmen, etwa des Autobauers Opel, sagte Sommer am Mittwoch im ZDF-Morgenmagazin. Nötig seien unter anderem eine Ausweitung des Kurzarbeitergelds, Konjunkturanreize wie die Abwrackprämie, aber auch Konsumanreize für kleine und mittlere Einkommen. Hinzu kommen müssten strukturelle Maßnahmen etwa zur Modernisierung des Bildungssystems. Die Lage habe sich dramatisch verschärft, sagte Sommer weiter. Inzwischen gehe man von einem Schrumpfen der Wirtschaft um fünf Prozent aus. “Wir haben die Situation, dass wir deutlich nachbesern müssen“, sagte er.

Die ersten Konjunkturpakete zeigten Wirkung, sie reichten aber nicht. Aus vielen Branchen kämen inzwischen Alarmmeldungen. “Auf uns rollt die große Welle der Krise erst zu und wir müssen jetzt energischer gegensteuern“, sagte er. Er mahnte die Unternehmen erneut, Entlassungen um jeden Preis zu verhindern. Gelinge dies nicht, dann “drohen in diesem Land soziale Unruhen“, bekräftigte Sommer.

Sommer nimmt am Mittwoch neben Experten und Wirtschaftslenkern am Konjunkturgipfel bei Bundeskanzlerin Angela Merkel teil. Den Forderungen nach weiteren Konjunkturmaßnahmen haben Merkel und auch Vizekanzler Frank-Walter Steinmeier bereits eine Absage erteilt. AP

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