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DIW-Präsident Klaus Zimmermann: “Seit der Verschärfung der Finanzkrise laufen alle Vorhersagen der tatsächlichen Entwicklung drastisch hinterher.“

DIW: Prognose für 2010 "nicht sinnvoll"

Berlin - Wegen der unsicheren Wirtschaftslage verzichtet das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) vorläufig auf eine Wachstumsprognose für 2010.

In seiner für den 15. April angekündigten Frühjahrsanalyse werde das DIW keine bezifferte Vorhersage für das kommende Jahr machen, kündigte DIW-Präsident Klaus Zimmermann in Berlin an. In der gegenwärtigen Lage mit extrem großen Unsicherheiten sei eine quantitative Prognose “nicht sinnvoll“.

“Seit der Verschärfung der Finanzkrise laufen alle Vorhersagen der tatsächlichen Entwicklung drastisch hinterher“, stellte Zimmermann fest. “Sämtliche Prognostiker - das DIW Berlin inbegriffen - haben die Entwicklung in all ihrer Dramatik so nicht vorausgesehen. Die Makroökonomik befindet sich in einem Erklärungsnotstand.“ Zimmermann hatte bereits im Herbst für den zeitweiligen Verzicht auf Wachstumsprognosen plädiert.

dpa

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