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Die Einnahmen aus der Lkw-Maut sind gestiegen.

Einnahmen aus der Lkw-Maut um fast ein Viertel gestiegen

Berlin - Die Einnahmen aus der Lkw-Maut sind im ersten Quartal dieses Jahres um 24 Prozent gestiegen.

Wie das Verkehrsministerium am Dienstag in Berlin auf Anfrage mitteilte, liegen sie mit 1,084 Milliarden Euro um 24 Prozent über den Einnahmen des ersten Quartals 2008. Sie blieben damit allerdings unter den Erwartungen der Bundesregierung, die zum 1. Januar eine Mauterhöhung um durchschnittlich rund vier Cent pro Kilometer beschlossen hatte. Das führte ein Ministeriumssprecher auf die “nachlassende Konjunktur und die damit zusammenhängenden rückläufigen Fahrleistungen“ zurück. Tatsächlich sanken die Fahrleistungen von Lkw über 12 Tonnen von 6,9 Milliarden Kilometern im ersten Quartal 2008 auf 5,89 Milliarden Kilometer von Januar bis März dieses Jahres.

Nach Schadstoffklassen gestaffelt

Maut und Mauterhöhung sind “ökologisch ausgerichtet“, wie das Ministerium erklärte, also nach Schadstoffklassen gestaffelt. Deshalb würden die Mehreinnahmen mit zunehmender Zahl von Lastzügen der Schadstoffklasse V - die am wenigsten Schadstoffe emittiert und deshalb mit dem günstigsten Mautsatz belegt ist - in den nächsten Monaten auf den Durchschnittswert von 16,3 Cent pro Kilometer abschmelzen.

Für das erste Quartal errechnet sich ein Wert von 18,4 Cent, weshalb die Spediteure heftig gegen die Erhöhung protestieren. Bis Mitte 2010 würden 70 Prozent der Fahrleistungen von Lkw mit Euro-Norm 5 erbracht, erklärte der Sprecher. “Deswegen bleibt es beim von 2009 bis 2011 errechneten durchschnittlichen Mautsatz von 16,3 Cent.“ Im Übrigen entspreche die Dieselpreisabsenkung der vergangenen Monate in etwa den zusätzlichen Kosten für die Maut.

Das Ministerium verwies darauf, dass die Mautanpassung nicht nur im Kabinett von der gesamten Koalition, sondern auch von Bundestag und Bundesrat beschlossen wurde. Von 2009 bis 2012 seien insgesamt 3,1 Milliarden Euro für notwendige Verkehrsprojekte aus zusätzlichen Mautmitteln eingeplant. “Diese Mittel kommen den Autofahrern und dem Güterkraftverkehr zugute.“ 

AP

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