Mann droht mit Bomben: Entwarnung nach Großeinsatz in München und Ingolstadt

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Am 15.09.2008 stellte Lehman Brothers den Insolvenzantrag. Die viertgrößte US-Investmentbank musste Gläubigerschutz anmelden.

Einzelne Lehman-Opfer bekommen Ausgleich

Frankfurt/Main - Nach der Pleite der US-Bank Lehman Brothers erhalten zurzeit weitere Besitzer von wertlos gewordenen Zertifikaten in Deutschland Entschädigung.

Einige Volksbanken und die Frankfurter Sparkasse ersetzen in bestimmten Fällen aus Kulanz zumindest teilweise den Schaden.

Der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) konnte auf Nachfrage am Dienstag keine genauen Zahlen nennen. “Uns sind einzelne Fälle von Instituten bekannt, die im Zuge der Kulanz betroffene Kunden entschädigen“, sagte Sprecherin Cornelia Schulz der Zeitschrift “Guter Rat“ (Aprilausgabe). Gesamtangaben lägen dem Verband nicht vor, sagte Schulz der AP. Wenn sich ein Institut entschließe zu entschädigen, bediene es in der Regel alle seine von der Lehman-Pleite betroffenen Kunden. Die Genossenschaftsbanken hätten aber vergleichsweise wenig Lehman-Zerfikate an Privatkunden vermittelt.

Ausgleich in Härtefällen

Die Frankfurter Sparkasse (Fraspa) zahlte laut einem Bericht der “Frankfurter Rundschau“ inzwischen einigen der etwa 5.000 Anlegern, denen sie Lehman-Papiere verkaufte, einen Ausgleich. “In einigen wenigen wirtschaftlichen Härtefällen bieten wir unseren Kunden aus Kulanzgründen eine Beteiligung am entstandenen finanziellen Schaden an“, sagte Sprecher Sven Matthiesen der AP. Die ersten Schreiben an Besitzer von Zertifikaten seien Anfang März versandt worden, bis Ende April sollen alle Fälle geprüft sein. Bisher habe die Sparkasse in keinem Fall festgestellt, dass falsch beraten worden sei, weshalb auch keine Entschädigung angeboten werde. Die Hamburger Sparkasse (Haspa) hat bisher 9,5 Millionen Euro an rund 1.000 Käufer von inzwischen wertlosen Lehman-Zertifikaten zurückgezahlt.

Erste Gläubigerversammlung

Im Insolvenzverfahren der deutschen Tochter Lehman Brothers Bankhaus fand am Dienstag die erste Gläubigerversammlung statt. 457 Gläubiger haben Forderungen von insgesamt 38,2 Milliarden Euro angemeldet, wie die Bank mitteilte. Davon seien 5 Milliarden Euro doppelt gefordert worden. Als Insolvenzmasse seien insbesondere Guthaben bei Kreditinstituten und der Bundesbank von 1,8 Milliarden Euro gesichert. Die Bewertung von Wertpapieren, Kreditforderungen und Forderungen aus Derivatgeschäften sei noch nicht abgeschlossen. Der Insolvenzverwalter gehe von einer Insolvenzquote oberhalb von 10 Prozent aus.

ap

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