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Damit Opel oben bleibt, sollte sich bald ein Investor finden.

Autobranche

Scheich ist an Opel interessiert

Gelsenkirchen -  Der stellvertretende Premierminister der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), Scheich Hamdan bin Zayed Al Nahyan, hat sein Interesse an dem angeschlagenen Autobauer Opel bekräftigt. Der Betriebsrat zeigt sich offen für ein mögliches Engagement arabischer Investoren.

Es sei bereits eine Wirtschaftlichkeitsstudie in Auftrag gegeben worden, von deren Ergebnis ein Investment abhängig gemacht werde, berichtete der Sender weiter. Voraussetzung sei aber die rechtliche Herauslösung Opels aus dem Mutterkonzern General Motors. Auf die Frage, ob man sich eine gemeinsame Beteiligung der Bundesregierung, von GM und anderen Investoren vorstellen könne, habe Scheich Hamdan ausdrücklich Zustimmung signalisiert, berichtete der Sender.

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Scheichs als Investoren im Gespräch

Der Bochumer Opel-Betriebsrat zeigte sich offen für ein mögliches Engagement arabischer Investoren bei dem Autobauer. “Ich hätte nichts dagegen, wenn ein Scheich aus Abu Dhabi einsteigen würde“, sagte der Betriebsrats-Vorsitzende Rainer Einenkel bei einem Pressegespräch in Gelsenkirchen. Er könne im Moment nicht einschätzen, wie realistisch diese Option sei.

Opel bestätigt Gespräche mit Interessenten

Eine Opel-Sprecherin sagte auf Anfrage, es gebe derzeit Gespräche mit Interessenten. Da aber noch keine Abschlüsse existierten, wollte sie keine Einzelheiten oder Namen nennen. Einenkel sagte, er hoffe, dass die Gespräche mit möglichen Investoren bald zu einem Erfolg führen. Für den Betriebsrat sei wesentlich, dass ein Investor Geld mitbringe. Zudem müssten Standorte und Arbeitsplätze erhalten bleiben, “sonst wird es von uns keine Unterstützung geben“.

Die Gewerkschaft IG Metall will in den kommenden Tagen Bedingungen für einen potenziellen Investor ausarbeiten. Man wolle die Interessen der Arbeitnehmer “für alle Beteiligten klarstellen“, sagte der Frankfurter IG-Metall-Bezirksleiter Armin Schild der “Thüringer Allgemeinen“. Dabei sei vor allem wichtig, dass es keine Kündigungen gebe und dass das technische Potenzial im Unternehmen bleibe und weiterentwickelt werde, betonte Opel-Aufsichtsrat Schild.

Scheich deutete laut Bericht grundsätzliches Interesse an

Scheich Hamdan hatte nach einem Bericht der “Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“ zuvor bereits ein grundsätzliches Interesse an der Automarke angedeutet. Es gebe staatliche Investmentfonds oder private Investoren in den Emiraten, die zu einem solchen Geschäft in der Lage seien. Zunächst einmal wolle man jedoch eine Präsentation einer deutschen Delegation abwarten, wurde Scheich Hamdan zitiert. “Eine Entscheidung ist bislang nicht gefallen.“

Am vergangenen Donnerstag hatte es ein Gespräch des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers (CDU) mit dem Scheich gegeben. Das Treffen sei auf Vermittlung eines Unternehmers zustande gekommen, sagte ein Regierungssprecher in Düsseldorf. Dabei sei generell das Interesse der Emirate an wirtschaftlichem Engagement in Nordrhein-Westfalen erörtert worden. Die Berichte über ein Interesse an der General Motors-Tochter Opel wollte der Sprecher nicht kommentieren. Ein Investor aus Abu Dhabi war erst kürzlich bei dem Autobauer Daimler eingestiegen. Die staatliche Investmentgesellschaft Aabar beteiligt sich über eine Kapitalerhöhung mit 9,1 Prozent an dem Stuttgarter Konzern.

(ap)

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