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US-Finanzminister Timothy Geithner und Notenbankchef Ben Bernanke.

Geithner: Mehr Vollmachten für US-Finanzaufsicht

Washington - US-Finanzminister Timothy Geithner und Notenbankchef Ben Bernanke streben schärfere Kontrollen und deutlich mehr Vollmachten im Umgang mit angeschlagenen Finanzriesen an.

Der Fall des krisengeschüttelten Versicherungskonzerns AIG habe deutlich gemacht, wie nötig eine “starke, konzentrierte Aufsicht über Firmen ist, die für das Finanzsystem wichtig sind“, betonte Bernanke am Dienstag vor einem Kongressausschuss laut seines vorab veröffentlichten Redemanuskripts. Geithner forderte derweil “angemessene Begrenzungen für das Eingehen von Risiken“.

Bernanke macht sich den Angaben zufolge für staatliche Vollmachten stark, die eine geordnete Abwicklung großer Finanzinstitutionen wie AIG frühzeitig möglich macht. “Das Ergebnis wäre sehr viel besser gewesen als die Situation, die wir heute vorfinden“, unterstrich der Notenbankchef laut Manuskript mit Blick auf den Versicherer. Geithner und Bernanke sagten vor dem Finanzausschuss des Abgeordnetenhauses im Zusammenhang mit den staatlichen Milliardenspritzen für AIG aus.

Laut “Washington Post“ peilt die Regierung eine “beispiellose“ Machtbefugnis an, mit der die Behörden künftig große Versicherer wie AIG, Investmentfirmen oder Hedge-Fonds abwickeln oder gar verstaatlichen können, wenn ihr Zusammenbruch der Gesamtwirtschaft schaden könnte. Ein Gesetzentwurf solle noch in dieser Woche dem Kongress übersandt werden, hieß es weiter. Bisher kann die US-Regierung lediglich Geschäftsbanken verstaatlichen oder abwickeln.

dpa

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