Mit GPS Radfahren und Wandern

Gelände-Navis nur für Technikfans

Der digitale Wegbeschreiber und Tourenführer wird bei Radfahrern und Wanderern immer beliebter. Navis gehören nicht mehr nur ins Auto. Doch die Geräte für Frischluftfans bergen so manche Macke: Sie sind teils schwer zu bedienen, verfügen über spärliche Karten und sind sehr teuer.

Navigieren per GPS: Was für Autofahrer gut funktioniert, sollte auch Wanderern und Radlern helfen. "Falsch gedacht", schreibt die Stiftung Warentest. Sie hat 10 Geländenavigationsgeräte miteinander verglichen und festgestellt: "So einfach wie im Auto - Zieladresse eingeben und schon wird die Route angezeigt - ist es hier bei weitem nicht." Dabei kosten diese Geländenavis zwischen 249 und 600 Euro.

Sie enthalten meist nur sehr einfache Welt- oder Europakarten, aber keine Routen. Die muss der Nutzer, der laut Stiftung Warentest kein Technikverächter sein sollte, selbst beisteuern. Entweder er programmiert die Tour auf dem Navi, oder er bereitet sie am Computer vor, "was meist komfortabler ist", urteilen die Tester.

Die Tour erscheint dann auf dem Navigationsgerät als Linie, "der man auch mit einfachen Kartenhintergrund folgen kann", schreibt Stiftung Warentest. Interessanter sei es aber, wenn das Navi eine detaillierte topografische Karte enthalte, auf der jeder Nutzer sehen kann, wo er sich befindet. Eine solche hatte aber nur der Spitzenreiter der Gelände-Navis, das Garmin Oregon 400t.

Stummer Führer ohne Erklärung Besitzer eines GPS-Empfängers können sich zwar kaum verlaufen, denn die Navis zeigen die Position genau an und können die zurückgelegte Strecke auch aufzeichnen. Schwammerlsucher sollten so immer wieder zu ihrem Auto zurückfinden. Aber: Die Navis sprechen nicht. Und nur manche geben ein akustisches Signal von sich, kommt der Benutzer von der gewünschten Route ab. "Der Nutzer sollte also selbst darauf achten, schön auf der Linie zu bleiben", schreiben die Tester.

Testsieger beim Wandern sind die beiden Garmin eTrax Navis. Bei den Fahrradtouren verließ Garmin Edge 705 das Rennen als Sieger. Für die Kfz-Nutzung sind die getesteten Geräte weniger geeignet. "Navis für Wanderer und Radler sind komplizierte Geräte, mit denen man sich eine Weile beschäftigen muss", betonen die Tester. Umso ärgerlicher sei es, dass die zugehörigen Gebrauchsanweisungen meist nur auf CD oder im Internet abgespeichert sind.

Schwaches Display und wenig Energie Auf der Mängelliste bei der Handhabung stehen schlecht strukturierte Menüs, kleine und eng beieinander liegende Bedienknöpfe und das teilweise sehr langsame Vergrößern und Verkleinern der Karte. Hier fielen die Displays der Geräte negativ auf. Entweder waren sie zu klein oder schwach beleuchtet.

Eine wichtige Frage beim Einsatz im Freien: Wie lange hält die Stromversorgung? Zwei Navis ging dabei schnell die Puste aus: Bei Magellan Triton 2000 und Garmin nüvi 550 kann die Wanderung oder Radtour nach rund fünf bis sechs Stunden mangels Strom zu Ende sein. Die Besten sind dagegen bis zu 24 Stunden funktionstüchtig. Alle Geräte zeigten sich allerdings robust und damit für den Einsatz im Freien geeignet. "Sie halten fast jeder Witterung stand und vertragen auch mal einen Sturz", urteilen die Tester.

Besseres Karten-Material gibt es auch kostenlos im Internet (www.openstreetmaps.de), damit lassen sich die Geländenavis erheblich verbessern.

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