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Wenn bis Mittwoch kein Investor gefunden wird, kann der Insolvenzverwalter die 54 Läden sofort schließen.

Hertie kurz vor der Schließung

London - Die Schließung der insolventen Warenhauskette Hertie ist einen Schritt nähergerückt. Sollte bis Mittwoch keine Kaufabsichtserklärung eines Investors vorliegen, ist Herties Insolvenzverwalter Biner Bähr dazu “berechtigt“, die 54 Läden sofort dicht zu machen.

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Einen entsprechenden Beschluss hat der vorläufige Gläubigerausschuss bei seinem ersten Treffen in der vergangenen Woche gefasst. Die Gläubiger wollen mit diesem Schritt erreichen, dass der Insolvenzverwalter rasch einen Investor findet und auch benennt. Dafür ist eine Schweizer Gruppe im Gespräch.

Der Insolvenzverwalter will das Geschäft dagegen fortführen. Herties Mitarbeitern wurde erst vor Ostern mitgeteilt, dass Bähr “während und über die Ostertage hinaus“ mit Investoren weiter verhandelt. Bei dem Gläubiger-Treffen sei es auch um die Sicherung der Arbeitsplätze gegangen, hieß es.

Die Absichtserklärung sei Bedingung für eine Vereinbarung zwischen dem Investor und dem derzeitigen Hauptvermieter, Hertie-Eigentümer Mercatoria Acquisitions BV (MABV), sagte ein MABV-Vertreter. Falls es keine Einigung zwischen MABV und dem Investor gebe, müsse Hertie geschlossen werden. Über konkrete Fristen hätten sich die Gläubiger aber nicht einigen können. Die Gläubiger vereinbarten striktes Stillschweigen über den Inhalt ihres Treffens.

dpa

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