+
Wie lange das Geld noch reicht, kann der Insolvenzverwalter nicht genau sagen.

Insolvenzverwalter: Woolworth ist noch liquide

Frankfurt/Main - Die insolvente Kaufhauskette Woolworth hat nach Angaben des vorläufigen Insolvenzverwalters noch flüssige Mittel.

“Wir sind in der komfortablen Lage, dass wir über Mittel verfügen, dass die Arbeit weitergehen kann“, sagte der Anwalt Ottmar Hermann am Mittwoch in Frankfurt. Wie lange das Geld noch reichen wird, wollte Hermann nicht beziffern.

Die DWW Woolworth Deutschland GmbH & Co. KG hatte wegen drohender Zahlungsunfähigkeit am Ostersamstag Insolvenzantrag gestellt. Betroffen davon sind laut Hermann 9700 Mitarbeiter, davon etwa 6000 sind Teilzeit- oder Aushilfskräfte. Löhne und Gehälter seien bis einschließlich März 2009 in vollem Umfang gezahlt worden, auch alle Verbindlichkeiten habe das Unternehmen bis zuletzt erfüllt.

“Wir streben die Fortführung des Unternehmens an und wollen die kurzfristige Liquidität mit allen Beteiligten sichern, dazu stehen wir in Gesprächen mit Lieferanten und Vermietern“, sagte Hermann. Wie die wirtschaftliche Situation des fast 83 Jahre alten Unternehmens genau aussieht wollte Hermann nicht sagen.

Auch Aussagen zur Zukunft der Mitarbeiter und der 311 Filialen in Deutschland machte er nicht. Das wolle er zunächst mit Mitarbeitern und Betriebsrat besprechen. Er betonte: “Es sind keine Kündigungen ausgesprochen worden.“ Auf die Frage, wie groß er die Chance für eine Rettung der Kaufhauskette mit Hauptsitz in Frankfurt am Main sieht, antwortete Hermann: “Ich denke, es gibt gute Chancen, dass es weitergeht.“

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

US-Notenbank lässt Leitzins unverändert
Die US-Notenbank will den Märkten weiter Kapital entziehen. Nach zwei Zinsanhebungen sollen im Oktober erste kleine Teile des riesigen Anleihenberges verkauft werden, …
US-Notenbank lässt Leitzins unverändert
Handel mit HTC-Aktien für "wichtige Ankündigung" ausgesetzt
Taipei (dpa) - Der Handel mit Aktien des Elektronik-Konzerns HTC wird inmitten von Spekulationen über einen Verkauf des Smartphone-Geschäfts an Google ausgesetzt.
Handel mit HTC-Aktien für "wichtige Ankündigung" ausgesetzt
Kaum Bewegung am Aktienmarkt vor Aussagen der US-Notenbank
Frankfurt/Main (dpa) - Vor dem Leitzinsentscheid der US-Notenbank Fed sind die Anleger am deutschen Aktienmarkt in Deckung geblieben.
Kaum Bewegung am Aktienmarkt vor Aussagen der US-Notenbank
Milliardendeal: Eon-Tochter steht vor Verkauf
Eon kommt beim Verkauf der restlichen Anteile an der Kraftwerkstochter Uniper voran. Die Gespräche sind weit fortgeschritten. Der Interessent kommt aus Finnland.
Milliardendeal: Eon-Tochter steht vor Verkauf

Kommentare