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Lufthansa fliegt in die roten Zahlen.

Lufthansa schreibt rote Zahlen

Frankfurt/Main - Die weltweite Konjunkturkrise hat die erfolgsverwöhnte Lufthansa in die roten Zahlen gedrückt.

Der deutsche Branchenprimus flog angesichts eines deutlichen Nachfragerückgangs im ersten Quartal einen Verlust von 256 Millionen Euro ein, nach einem Gewinn von 44 Millionen Euro im Vorjahr. Dennoch bestätigte die Airline am Mittwoch in einer Mitteilung für die Börse ihren Ausblick, wonach im Gesamtjahr 2009 operativ deutlich schwarze Zahlen erreicht werden sollen.

Anleger honorierten dies: Mit einem Plus von mehr als 7 Prozent war die Lufthansa zweitbester Wert im DAX. Der Umsatz verringerte sich von 5,6 auf 5,0 Milliarden Euro. Operativ flog die Airline ein Minus von 44 Millionen Euro ein. Im Vorjahreszeitraum war es noch ein Gewinn von 172 Millionen Euro gewesen.

Das operative Ergebnis sei von der schwachen Nachfrage nach Passagier- und Frachtflügen, aber auch vom gesunkenen Treibstoffpreis sowie Einmaleffekte geprägt, erklärte die Airline. 

Rückgang bei Umsatz erwartet

Mangels Anzeichen einer kurzfristigen Nachfrageerholung sei auch für das Gesamtjahr ein Umsatzrückgang zu erwarten, der mit einer signifikanten Reduzierung des operativen Ergebnisses einher gehen werde. “Der Vorstand geht jedoch weiterhin davon aus, auch in diesem Umfeld ein deutlich positives operatives Ergebnis erzielen zu können“.

Erst kürzlich hatte die Lufthansa mitgeteilt, dass die Zahl der Passagiere im ersten Quartal um 7 Prozent auf 12,1 Millionen gesunken sei. Am stärksten fiel der Rückgang mit 7,8 Prozent auf den Strecken von und nach Amerika aus. Mit Lufthansa und ihrer Tochter Swiss flogen in den ersten drei Monaten 15 Millionen Fluggäste, ein Minus von 6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Noch stärker verringerte sich das Luftfrachtaufkommen. Lufthansa Cargo beförderte nur noch 328.000 Tonnen Fracht und Post, das sind 23,4 Prozent weniger als im Vorjahr. In dem besonders schwer getroffenen Frachtgeschäft hat das Unternehmen bereits Kapazitäten reduziert und versucht, dem Ergebniseinbruch mit Kurzarbeit entgegenzuwirken. Für 2009 werde bei der Frachttochter Cargo ein operativer Verlust erwartet, hatte Vorstandschef Wolfgang Mayrhuber bei der Hauptversammlung der Airline Ende April gesagt. Details zum ersten Quartal will die Lufthansa am (morgigen) Donnerstag in einer Telefonkonferenz erläutern.

ap

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