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Frank Stronach, der Gründer des Magna-Konzerns bei eine Fußballspiel des SCMAGNA Wiener Neustadt.

Magna präsentiert Einstiegspläne für Opel

Berlin - Der kanadische Automobilzulieferer Magna hat der Bundesregierung konkrete Pläne für einen Einstieg bei dem angeschlagenen Autobauer Opel präsentiert.

Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg sagte am Dienstag in Berlin: “Magna hat mir ein erstes, interessantes Grobkonzept für ein Engagement bei Opel vorgelegt.“ Dies müsse aber nun mit Fakten und Zahlen untermauert werden. Dafür sei im wesentlichen der Opel-Mutterkonzern General-Motors zuständig.

Über die noch fehlenden Informationen würden die beiden Interessenten Magna und Fiat nun mit General Motors sprechen, sagte Guttenberg.

Aus den Verhandlungen werde ein “Industrieplan“ erwachsen, der dann der Bundesregierung vorgelegt werde. Ob und wie sich die Bundesregierung bei der Rettung von Opel engagiere, werde danach entschieden.

Guttenberg kritisierte, dass sich Beteiligte aus Politik und Unternehmen zur Zukunft von Opel äußerten, obwohl sie nur über “marginale Informationen“ verfügten. Der CSU-Politiker warnte: “Jeder, der sich in diesem Stadium öffentlich an Spekulationen beteiligt, schadet damit auch den Interessen von Opel.“

General Motors erwägt den Rückzug auf eine Minderheitsbeteiligung bei Opel und ist auf der Suche nach neuen Investoren. Als Interessenten gelten unter anderem Fiat und Magna. Laut GM-Konzernchef Fritz Henderson sollen Entscheidungen aber erst Ende Mai fallen. GM will möglichst Anteilseigner bleiben.

Magna International geht auf eine Gründung des Österreichers Frank Stronach zurück und ist einer der größten Autozulieferer der Welt - mit 240 Produktionsstätten und mehr als 74.000 Beschäftigten auf allen Kontinenten. Das Unternehmen mit Sitz im kanadischen Aurora entwickelt und produziert Teile für fast alle namhaften Autohersteller. Das Unternehmen erzielte 2008 einen Umsatz von 23,7 Milliarden US-Dollar; der Nettogewinn lag bei 71 Millionen Dollar.

AP

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