IG Metall sieht Anzeichen für Erhalt von Schaeffler

Herzogenaurach - Die IG Metall sieht Anzeichen dafür, dass eine Zerschlagung des hoch verschuldeten Schaeffler-Konzerns verhindert werden kann.

 “Es gibt Signale von den Banken, dass sie nicht an einer Zerschlagung interessiert sind“, sagte der Bevollmächtigte der IG Metall Erlangen, Wolfgang Niclas, am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur dpa. “Sie würden ein Konzept mittragen, das den Erhalt der Gruppe einbezieht.“

Die Gewerkschaft erwartet, dass Schaeffler in den nächsten vier bis sechs Wochen das Zukunftskonzept vorlegen wird, das Voraussetzung für mögliche Staatshilfen ist. Der Schaeffler-Konzern ist nach der Übernahme des Autozulieferers Continental mit elf Milliarden Euro verschuldet und bittet um Staatshilfen.

Die Beschäftigten am Firmensitz in Herzogenaurach wurden am Mittwoch in mehreren Betriebsversammlungen über die aktuelle Lage informiert. Dabei sei es auch um die Fortführung der Kurzarbeit gegangen, die an fast allen deutschen Standorten eingeführt wurde, sagte Niclas. Angesichts der Auftragsflaute sehe es nicht danach aus, als ob die bis Ende Juli vereinbarte Kurzarbeit bei Schaeffler zurückgefahren werden könne. Eher müsse sie noch ausgeweitet werden.

Schaeffler hat in Deutschland rund 25 Standorte mit etwa 31 000 Mitarbeitern. Konzernsprecher Detlef Sieverdingbeck schloss angesichts der Autokrise auch weiteren Personalabbau nicht aus. Dies würde in Deutschland aber ohne betriebsbedingte Kündigungen geschehen, sagte er der dpa. An ausländischen Standorten hat Schaeffler nach IG Metall-Angaben seine Mitarbeiterzahl bereits reduziert.

dpa

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