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Infineon darf sich über einen unverhofften Geldsegen freuen.

95 Mio.: Unverhoffter Geldsegen für Infineon

München - Die Kasse des angeschlagenen Halbleiter-Konzerns Infineon füllt sich unverhofft. Das Unternehmen erhalte 95 Millionen Euro aus seinen Lehman-Brothers-Anlagen zurück, sagte ein Sprecher am Dienstag auf Anfrage.

Insgesamt hatte das Unternehmen bei der zusammengebrochenen US-Investmentbank 120 Millionen Euro investiert. Infineon gehe davon aus, auch das restliche Geld zurückzubekommen, sagte der Sprecher. Fliessen werden die Millionen aus dem Einlagensicherungsfonds der deutschen Banken, in dem die deutsche Lehman-Tochter Mitglied war. Wie Infineon haben bereits große institutionelle Anleger ihr bei der deutschen Tochter angelegtes Geld zu großen Teilen zurückerhalten. Für Infineon kommt der Geldsegen zur rechten Zeit: Der Halbleiter- Konzern leidet unter einem Absatzeinbruch und seiner insolventen Speicherchip-Tochter Qimonda. Hinzu kommen Kosten für den laufenden Stellenabbau. Entsprechend geschröpft ist die Kasse. Erschwerend kommt hinzu, dass im September eine Kreditlinie über 300 Millionen Euro ausläuft und ein Jahr später zwei Anleihen über rund 700 Millionen Euro fällig werden.

Die Börsianer frohlockten angesichts der Lehman-Zahlung: Die Aktie lag am Nachmittag 11,32 Prozent im Plus bei 0,885 Euro. Aber selbst damit beträgt der Börsenwert des Unternehmens zurzeit nur noch rund 600 Millionen Euro. Infineon war deshalb am Montag vom Leitindex DAX in den Technologiewerte-Index TecDAX abgestiegen.

dpa

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