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Die EU wollte die Gebühren für Auslands-SMS bei 11 Cent plus Mehrwertsteuer deckeln.

Mobilfunkanbieter kritisieren Preisgrenze für Auslands-SMS

Berlin - Der Hightech-Verband BITKOM hat die geplante Preisgrenze für den Versand von SMS-Botschaften im EU-Ausland scharf kritisiert.

 BITKOM-Präsident August-Wilhelm Scheer warf der EU am Dienstag ein “Preisdiktat“ vor. Das EU-Parlament stimmt am Mittwoch darüber ab, die Gebühren für Auslands-SMS bei 11 Cent zuzüglich Mehrwertsteuer zu deckeln. Für Deutschland bedeutet dies einen Bruttopreis von rund 13 Cent. “Das ist weniger als der typische Preis im Inland von 19 Cent“, gab Scheer zu bedenken. Die Nutzung eines Fremdnetzes im Ausland könne aber nicht billiger sein als der gleiche Service im Inland. “Offenkundig will die EU testen, wie weit sie die Unternehmen mit Preisdiktaten belasten kann“, kritisierte der BITKOM-Präsident. “Damit werden den Unternehmen Mittel entzogen, die anschließend für Investitionen in Netzausbau und -qualität fehlen.“

Bereits im vergangenen Jahr hatte die EU eine Senkung der Gebühren für Handy-Telefonate im Ausland erzwungen. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) prüft derzeit eine Klage mehrerer Mobilfunkbetreiber gegen diese Preisgrenze.

AP

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