Chaos auf der Stammstrecke: Deswegen verspäten sich die S-Bahnen mehr als 40 Minuten

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Mit Abwrackprämie besonders begehrt: der neue Ford Fiesta.

Autobranche

Kurzarbeit entfällt: Ford fährt Sonderschichten

Köln - Dank der Abwrackprämie laufen die Bänder beim Autobauer Ford auf Hochtouren. Wegen der großen Nachfrage in Deutschland will das Unternehmen weitere Sonderschichten in seinem Kölner Werk fahren und die Tagesproduktion erhöhen.

Die dort ursprünglich vorgesehene Kurzarbeit entfalle, sagte Ford-Deutschlandchef Bernhard Mattes dem Magazin “auto motor und sport“. Stattdessen fahre man derzeit sechs Sonderschichten und fertige so mehr als 3.300 Einheiten zusätzlich. “Ab dem 20. April erhöhen wir die Tagesproduktion weiter von 1.750 auf 1.850 Autos“, fügte Mattes hinzu. Falls die Nachfrage weiter steige, könne man mit Sonderschichten und einer erneuten Anhebung der Tagesproduktion reagieren. In Köln werden die seit Einführung der Abwrackprämie besonders begehrten Modelle Fiesta und Fusion gebaut.

Die Gewinner der Abwrackprämie

Das bringt die Abwrackprämie: Neuzulassungen im Januar 2009

Im Ford-Werk in Saarlouis bleibt es Mattes zufolge allerdings bei der geplanten Kurzarbeit an 20 Tagen im ersten Halbjahr. Den Auftragsrückgang aus Europa will Ford durch einen Abbau der Leiharbeit auffangen. Am Standort Köln seien 500 Verträge im vergangenen Jahr nicht verlängert worden, in Saarlouis seien es 200. Ford erreichte im März einen Pkw-Marktanteil von 7,1 Prozent, wie der Autobauer am Donnerstag mitteilte. Im Vorjahresmonat waren es 6,2 Prozent. Mit 28.638 Neuzulassungen verzeichnete das Unternehmen den besten Wert seit März 2003. Beim neuen Ford Ka habe es mit 2.545 Verkäufen das höchste Monatsergebnis seit September 2002 gegeben. Der neue Ford Fiesta kam auf 10.255 Neuzulassungen und damit das beste Ergebnis seit März 1998.

Unzufrieden mit dem Verkauf größerer Modelle

Mattes begrüßte in dem Interview die Verlängerung der Abwrackprämie. Er rechne damit, dass durch sie nicht nur Käufe vorgezogen, sondern auch zusätzliche Käufe ausgelöst würden. “Es sind nicht nur klassische Neuwagenkäufer, die derzeit Autos kaufen“, betonte er. “Auch Kunden, die bislang nur Gebrauchte gekauft haben, entschließen sich dank des durch die Umweltprämie erweiterten Budgets zu einem Neuwagen.“ Vertriebschef Jürgen Stackmann zeigte sich allerdings unzufrieden mit dem Verkauf größerer Modelle - diese leiden nach seinen Worten unter der Kaufzurückhaltung der Unternehmen. “In diesem Segment liegt der Firmenkundenanteil bei über 50 Prozent“, zitierte ihn das Magazin. “Da die Unternehmen aber die Investitionen verschieben, hinkt dieser Teil des Marktes den 2008er Ergebnissen hinterher.“

AP

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