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Deutschland hat durchschnittlich eine der niedrigsten Teuerungsraten in Europa.

Niedrige Inflation in Deutschland

Luxemburg - Deutschland hat durchschnittlich eine der niedrigsten Teuerungsraten in Europa.

Über zwölf Monate bis einschließlich März 2009 verzeichnete die Bundesrepublik einen Durchschnittswert von 2,2 Prozent, teilte die Europäische Statistikbehörde Eurostat am Donnerstag in Luxemburg mit. Damit liegt Deutschland zusammen mit den Niederlanden auf Platz zwei hinter Portugal mit 1,9 Prozent.

Grund für die niedrigen Werte in der Bundesrepublik sind nach früheren Angaben sinkende Preise für Benzin und Heizöl, die zu stabilen Verbraucherpreisen führten.

In der Eurozone sank die jährliche Inflationsrate im März im Vergleich zum Februar um 0,6 Punkte auf 0,6 Prozent. Das ist nach früheren Angaben das niedrigste Niveau seit Einführung der Gemeinschaftswährung vor rund zehn Jahren. Ein Jahr zuvor hatte sie 3,6 Prozent betragen.

In der gesamten EU mit 27 Mitgliedstaaten fiel der Wert um 0,5 Punkte auf 1,3 Prozent. Vor einem Jahr lag hier die Inflationsrate bei 3,8 Prozent. Im März wurde die niedrigste jährliche Raten in Irland (minus 0,7 Prozent) gemessen, die höchste in Lettland (7,9 Prozent). Deutschland lag bei 0,4 Prozent. Von einer Deflation sprechen Experten allerdings erst bei einem anhaltenden Rückgang des allgemeinen Preisniveaus.

Die höchsten jährlichen Raten gab es im März in der Eurozone bei Alkohol und Tabak (3,4 Prozent). Gas (plus 0,19 Prozentpunkte) und Elektrizität (plus 0,13) hatten laut Eurostat die stärkste Steigerungswirkung auf die Gesamtinflation, während Kraftstoffe für Verkehrsmittel (minus 0,97) und Flüssige Brennstoffe (minus 0,35) am stärksten senkend wirkten.

Die Preise im Großhandel lagen wegen nachgebender Rohstoffpreise im März um 8 Prozent unter dem Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch gemeldet hatte. Da sich die Großhandelspreise in der Regel mit Verzögerung auf das Niveau der Verbraucherpreise auswirken, rechnen Volkswirte in den kommenden Monaten mit negativen Inflationsraten.

In den USA gab es im März erstmals seit 1955 aufs Jahr gerechnet keine Inflation mehr. Im März sanken nach Angaben des US- Arbeitsministeriums die Preise im Vergleich zum Vorjahresmonat um 0,4 Prozent. Auch in Spanien sanken die Preise im März erstmals in der jüngeren Geschichte des Landes. Sie gingen im Jahresvergleich um 0,1 Prozent zurück.

Für die Wirtschaft ist eine Deflationsspirale ein Schreckensszenario, weil Verbraucher in der Hoffnung auf immer weiter sinkende Preise ihre Anschaffungen verschieben könnten.

dpa

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