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US-Präsident Barack Obama (Archivfoto vom 24.03.2009)

Obama stellt Opel-Mutter GM 60-Tage-Ultimatum

Washington - US-Präsident Barack Obama hat der Opel-Mutter General Motors (GM) ein Ultimatum von 60 Tagen gestellt, um ein tragfähiges Sanierungskonzept vorzulegen. Erst dann werde die Regierung über mögliche weitere Milliardenhilfen entscheiden.

Bis dahin sei der US-Staat lediglich zu einem Überbrückungs-Kredit bereit. Zugleich gab Obama am Montag in Washington offiziell den Rücktritt von GM-Chef Rick Wagoner bekannt. Nachfolger ist Konzernvize Fritz Henderson (50), der bereits als ehemaliger Europa-Chef drastische Sparmaßnahmen durchgesetzt hatte.

Obama gab sich überzeugt, dass GM eine Überlebenschance habe. "Ich bin überzeugt, dass GM wiederaufsteigen kann, vorausgesetzt, dass GM eine grundsätzliche Umstrukturierung durchmacht." Die bisher vorgelegten GM-Sanierungspläne seien aber nicht ausreichend.

Die Sanierung von GM ist auch für das Überleben von Opel entscheidend. Die Bundesregierung betont, sie sei zu Hilfen für Opel nur dann bereit, wenn GM ein endgültiges Sanierungskonzept vorlegt.

Für den taumelnden Autohersteller Chrysler sieht Obama keine Chance, alleine zu überleben. Die frühere Daimler-Tochter erhält 30 Tage Zeit, um einen Plan vorzulegen, wie die angestrebte Partnerschaft mit dem italienischen Autobauer Fiat zu verwirklichen ist. Obama warnte zugleich, falls GM und Chrysler kein realistisches Sanierungskonzept finden, bleibe nur noch der Weg in die Insolvenz.

dpa

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