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Opel-Chef Hans Demant stimmt die Mitarbeiter auf "schmerzhafte Maßnahmen" ein.

Opel-Chef: Werksschließungen "mit allen Kräften" vermeiden

Düsseldorf/Rüsselsheim - Die Opel-Beschäftigten müssen sich nach den Worten ihres Chefs Hans Demant auf “schmerzhafte Maßnahmen“ zur Rettung des des angeschlagenen Autobauers einstellen.

Dabei sollen Werksschließungen allerdings “mit allen Kräften“ vermieden werden, sagte Demant dem Magazin “Wirtschaftswoche“. Werksschließungen seien jedoch nur dann sinnvoll, wenn man “nur rein betriebswirtschaftlich, also nicht an die vielen Jobs und menschlichen Schicksale“ denke.

Parallel sucht Opel Investoren, die Opel nach einer teilweisen Loslösung vom amerikanischen Mutterkonzern General Motors (GM) eine finanzielle Basis für die angestrebte Sanierung bieten. Demant betonte, dass Hilfen nur für die kommenden ein bis zwei Jahre nötig seien. “Nach dieser Übergangszeit wird Opel wieder deutliche Gewinne erwirtschaften“. Unterdessen wies Wirtschaftsstaatssekretär Jochen Homann einen Bericht des Nachrichtenmagazins “Der Spiegel“ zurück, demzufolge es keinen ernstzunehmenden Kaufinteressenten für den Autobauer Opel geben soll.

Das Opel-Management verhandelt derzeit mit der Arbeitnehmerseite über die angestrebten Kosteneinsparungen. Nach dpa-Informationen aus Unternehmenskreisen sollen die Gespräche in der kommenden Woche fortgesetzt werden. Demant sprach von einer “Reihe von Möglichkeiten“ wie Lohn- oder Gehaltsverzicht, dem “Abbau von gewissen Positionen und Organisationen“. Außerdem werde es “wieder einen Personalabbau über Abfindungsprogramme“ geben. “Fakt ist: Wir müssen Geld einsparen. Wenn wir Maßnahmen finden, mit denen wir unterm Strich genauso viel einsparen wie mit Werksschließungen, werden wir natürlich diesen Weg gehen.“

dpa

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