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RWE verkauft sein Gasnetz, um einer drohenden EU-Kartellstrafe zu entgehen.

RWE verkauft Gasnetz

Brüssel - Der Energiekonzern RWE wird sein Gasnetz verkaufen und damit einer drohenden EU-Kartellstrafe entgehen.

Wie die EU-Kommission am Mittwoch in Brüssel mitteilte, nehme sie das Verkaufsangebot von RWE an. Das Kartellverfahren, bei dem eine milliardenschwere Buße drohte, werde eingestellt.

Brüssel will mit diesem Schritt mehr Wettbewerb in Deutschland erreichen. EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes sagte: “Diese äußerst umfassenden Verpflichtungszusagen werden die deutschen Gasmärkte grundlegend verändern und bieten die Aussicht auf mehr Wettbewerb und größere Wahlmöglichkeiten für die Verbraucher.“

Die Wettbewerbshüter hatten die Offerte von RWE mehrere Monate geprüft. Die Lösung ist jetzt rechtsverbindlich. Im dem seit Mai 2007 laufenden Verfahren ging es um eine angebliche Behinderung von Konkurrenten auf dem Gasleitungsmarkt in Nordrhein-Westfalen. Das Unternehmen betreibt nach früheren Angaben rund 4000 Kilometer Gas- Leitungsnetze mit Schwerpunkt in NRW. Eine “vorläufige Beurteilung“ der Brüsseler Kartellwächter ergab, dass RWE auf den Gastransportmärkten in seinem Gebiet den Markt beherrsche. RWE hat angeboten, sein Gasnetz zu veräußern, inklusive des Betriebs.

dpa

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