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Die Bundesagentur für Arbeit verhängte im vergangenen Jahr rund 741 000 Sperrzeiten wegen verspäteter Meldungen.

Sanktionen gegen Arbeitslose auf Höchststand

Nürnberg/Berlin - Die Zahl der Arbeitslosen, denen das Geld wegen verspäteter Meldung kurzzeitig gestrichen wurde, hat im vergangenen Jahr einen neuen Rekordstand erreicht.

Insgesamt hätten rund 294 000 Menschen das Arbeitslosengeld I vorübergehend nicht bekommen, weil sie sich nicht sofort nach Bekanntwerden der Kündigung gemeldet hätten, berichtete die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Dienstag in Nürnberg.

Die Zahl der wegen verspäteter Arbeitslosenmeldung gesperrten Jobsucher lag damit um knapp 55 000 höher als 2007. Insgesamt verhängte die Bundesagentur im Jahr 2008 rund 741 000 Sperrzeiten. Dies waren rund 100 000 mehr als im Jahr davor. Leicht zugelegt haben die Sperrzeiten wegen Ablehnung einer angebotenen Arbeit; die Zahl stieg von 23 100 auf 27 400. Die Zahl der Sperrzeiten wegen Meldeversäumnissen kletterte von 185 300 auf 213 100. Wegen “unzureichender Eigenbemühungen“ sanktionierte die Bundesagentur 10 709 Erwerbslose - und damit rund 1000 mehr als im Jahr 2008.

dpa

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