Deutsche wegen IS-Zugehörigkeit zum Tode verurteilt

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Jetzt gibt es neue Vorwürfe gegen die Deutsche Bahn.

Scannte die Bahn die Festplatten der Mitarbeiter?

Frankfurt/Main - Die Datenaffäre der Deutschen Bahn AG weitet sich Berichten zufolge aus

Das Unternehmen scannte offenbar auch Computer-Laufwerke von Mitarbeitern und die darauf befindlichen Dateien, berichtete der “Spiegel“ am Samstag unter Berufung auf Bahn-Mitarbeiter. Bei den gescannten Festplatten solle es sich um sogenannte Gruppenlaufwerke gehandelt haben, auf denen Mitarbeiter ihre Computerdateien speichern konnten. Die Fahnder sollen in den Dateien nach vorher definierten Schlagworten gesucht haben.

Der Konzern soll die Daten von 173.000 Bahn-Mitarbeitern und 80.000 Lieferanten überprüft haben. Bahnchef Hartmut Mehdorn hatte als Konsequenz aus der Datenaffäre am 30. März seinen Rücktritt angeboten. Ihm soll Daimler-Manager Rüdiger Grube folgen. Vor zwei Wochen hatte die Bahn unter zunehmenden öffentlichen Druck die Staatsanwaltschaft eingeschaltet, um die Datenaffäre weiter aufzuklären.

Die Bahn selbst bestreitet, dass Vorstände von den sogenannten Massendatenabgleichen Kenntnis gehabt hätten, geschweige denn, dass die Datenabgleiche von ihnen genehmigt oder beauftragt wurden.

Laut “Spiegel“ überprüfte der Konzern den E-Mail-Verkehr seiner Mitarbeiter auch daraufhin, ob sie Kontakte zu einem Mitarbeiter des SPD-Bundestagsabgeordneten Uwe Beckmeyer unterhielten.

Obwohl die Vorwürfe dem Bund damals schon weitgehend bekannt gewesen seien, habe der alleinige Anteilseigener den scheidenden Bahn-Chef Hartmut Mehdorn bereits am 27. März entlastet, berichtete das Magazin. Auf Grund dieses Vertrauensbeweises dürfte es nun sehr viel schwerer sein, die Gehaltsforderungen von Mehdorn nicht zu erfüllen.

Auch der “Tagesspiegel am Sonntag“ berichtete, dass die Bahn bei der Überwachung des E-Mail-Verkehrs über ihren Server offenbar auch Mitarbeiter der SPD-Bundestagsfraktion bespitzelt habe. Es gebe Hinweise, dass ein Referent von Beckmeyer vom Staatskonzern über Jahre überwacht worden sei. Er solle auf der rund 30 Namen umfassenden Liste von Bahn-Kritikern stehen, deren E-Mail-Verkehr mit Bahn-Beschäftigten das Unternehmen seit 2005 in der Aktion habe filtern lassen.

"Sänk ju!" - Das Englisch der Deutschen Bahn

đänk ju weri matsch, Deutsche Bahn!

AP

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