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Tanken wird teurer.

Ölpreis

Schlechte Nachricht für Osterurlauber: Die Spritpreise steigen

Hamburg - Autofahrer müssen sich in dieser Woche auf steigende Spritpreise einstellen. Dies habe jedoch nichts mit den anstehenden Ostertagen zu tun, betonte der Chefredakteur des Energieinformationsdienstes (EID) Rainer Wieck.

“Wir haben vor Ostern keine andere Situation als in anderen Wochen auch: Die Preise folgen weiterhin dem Mechanismus, wie entwickelt sich der Ölpreis“, fügte Wieck hinzu.

Und der Ölpreis steigt derzeit. Bei einem Vergleich aller 27 EU-Staaten gehöre die Bundesrepublik bei den Gewinnmargen zu den Schlusslichtern. “Weniger wird nur im schwedischen Tankstellengeschäft verdient“, sagte Wieck. Daher gebe es in Deutschland einen sehr starken Wettbewerb, bei dem jeder Mineralölkonzern bei der Bewegung eines Konkurrenten schnell nachziehe: “Deswegen haben wir jede Woche mehrere Preiserhöhungen und -senkungen.“

ADAC sieht Zusammenhang mit Reisewelle

Natürlich gebe es einen Zusammenhang zwischen Ölpreis und den Benzinkosten, sagte  dagegen ADAC-Fachmann Jürgen Albrecht. Die Konzerne versuchten aber auch, gerade vor Reisewochenenden höhere Preise durchzusetzen. Dies belege eine aktuelle Studie des Autoclubs. Demnach müssen Autofahrer freitags für Sprit deutlich mehr zahlen als an den anderen Wochentagen. Zu Wochenbeginn sind die Preise an den Tankstellen dagegen im Schnitt am niedrigsten. Benzin und Diesel kosteten im vergangenen Jahr an Montagen rund drei Cent weniger als an Freitagen.

Ölpreis stieg über 53 Dollar

Am Montagmittag kostete ein Liter Super nach Angaben aus der Mineralölbranche im bundesweiten Durchschnitt 1,22 Euro. Für Diesel mussten Autofahrer durchschnittlich 1,05 Euro je Liter bezahlen. Damit lagen die Preise unter den Höchstständen von März: Am 27. März wurde demnach der höchste Tagesdurchschnitt mit 1,25 Euro für Super und 1,08 Euro für Diesel registriert. Die niedrigsten Tagesdurchschnittspreise wurden am 16. März erreicht, mit 1,16 Euro für Super und 0,97 Euro für Diesel. Die leicht steigende Tendenz ist der Branche zufolge mit der Entwicklung der Produktpreise zu erklären: So habe eine Tonne Super Anfang März in Rotterdam 320 Euro gekostet, jetzt liege der Preise bei 360 Euro. Der Ölpreis an der New Yorker Rohstoffbörse stieg am Montag leicht: Ein Barrel Leichtöl kostete zeitweise 53,17 Dollar und damit 66 Cent mehr als am Freitag. Seit Februar steigt der Preis wieder - damals kostete ein Barrel Rohöl weniger als 35 Dollar.

(ap)

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