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Constantin-Film in der Münchner Kaiserstraße.

Schweizer Highlight schluckt Constantin-Film

München - Die Dreier-Allianz der Medienfirmen Highlight, EM. Sport und Constantin nimmt Gestalt an.

Auf der Hauptversammlung der Constantin Film am Dienstag in München wurde mit der Aktienmehrheit der Schweizer Highlight Communications ein sogenannter Squeeze-Out beschlossen, also die Zwangsabfindung der letzten freien Aktionäre. Highlight hielt bereits 97,83 Prozent an der Filmfirma, die Kassenschlager wie “Der bewegte Mann“, “Der Name der Rose“, “Der Schuh des Manitu“, “Das Parfum“ oder den “Baader Meinhof Komplex“ in die Kinos brachte. Aktionärsvertreter kritisierten aber die Höhe der geplanten Abfindung und kündigten an, diese gerichtlich prüfen zu lassen.

Highlight will den Aktionären 17,64 Euro je Aktie zahlen. Zuletzt lag der Kurs bei 18,25 Euro. “Das ist ein trauriger Tag für uns Aktionäre“, sagte Christoph Öfele von der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK). Die Constantin Film war im September 1999 an die Börse gegangen. Damals hatten die Aktien noch 29 Euro gekostet. Sowohl die SdK als auch die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) kündigten an, die Höhe der Abfindung gerichtlich prüfen zu lassen.

Highlight wiederum wird von der früheren EM.Sport Media kontrolliert, die sich kürzlich in Constantin Medien umbenannt hat. Vorstandschef Bernhard Burgener, der an der Spitze aller drei Unternehmen steht, will diese unter dem Dach der Constantin Medien zu einem Konzern zusammenführen, der neben der Film-Produktion unter anderem auch Fernsehen, Fernseh-Auftragsproduktionen und Sportrechte anbietet.

Die Börsengeschichte der Constantin Film ende zwar mit dem Squeeze-Out, Interessierte könnten künftig aber Aktien der Constantin Medien erwerben, sagte Burgener zu den Aktionären. “Der neue Medien- Konzern ist börsennotiert und soll das auch bleiben.“ Zur Constantin Medien gehören unter anderem der Sportsender DSF und die Internetseite Sport1. Großaktionär bei Constantin Medien ist mit 17,1 Prozent die von Medienunternehmer Leo Kirch kontrollierte KF 15. Highlight hält die Mehrheit an der Sportmarketing-Agentur TEAM, die die Rechte an der UEFA Champions League und dem UEFA-Cup vermarktet.

dpa

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