+
Das Online-System zur Beantragung der Abwrackprämie ist gleich nach seinem Start zusammengebrochen.

Online-System für Abwrackprämie lahmgelegt 

Frankfurt/Main - Das neue System zur Beantragung der Abwrackprämie im Internet ist gleich nach seinem Start weitgehend zusammengebrochen.

“Wir haben Probleme mit dem System“, räumte der Sprecher des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa), Holger Beutel, am Montag ein. Es liege allerdings nicht an einer Überlastung der eigenen Server. “Es gibt irgendwo im Internet einen Engpass, den wir versuchen, ausfindig zu machen.“ Ein paar Anträge seien aber schon übermittelt worden. Seit Montag kann die staatliche Prämie von 2500 Euro nur noch per Internet beantragt werden.

Die Gewinner der Abwrackprämie

Das bringt die Abwrackprämie: Neuzulassungen im Januar 2009

Das Bundesamt hatte unter der Internet-Adresse www.ump.bafa.de ein Formular veröffentlicht, in dem Interessierte ihre Daten - darunter Angaben zum alten und zum neuen Fahrzeug - angeben sollen. Allerdings reagierte der Rechner am Montagmorgen nach dem Absenden des Formulars oftmals mit einem Netzwerk-Fehler. Nach Angaben des Bundesamtes war zunächst unklar, wann die Probleme behoben sind. Der Verband Deutscher Opel-Händler (VDOH) informierte seine Mitglieder in einer Mail über die Probleme. “Wir hoffen, dass bald Entwarnung gegeben werden kann“, hieß es darin.

Lesen Sie auch:

Abwrackprämie nur noch nach Internet-Antrag

Mit der Abwrackprämie will die Bundesregierung angesichts der Wirtschaftsflaute den Absatz von neuen und damit umweltfreundlicheren Autos fördern. Voraussetzung ist die Verschrottung eines mindestens neun Jahre alten Autos. Der Fördertopf für die Prämie beträgt bis dato 1,5 Milliarden Euro. Nach einer Übereinkunft der Bundesregierung soll diese Summe noch erhöht werden. Die bisherige Summe reicht für 600 000 Autokäufer. Bislang gingen beim Bundesamt rund 380 000 Anträge auf eine Abwrackprämie ein.

Unterdessen hielt die Kritik an der Abwrackprämie an: “Der Einzelhandel steht diesem Muntermacher für Kleinwagenhersteller sehr, sehr skeptisch gegenüber“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Einzelhandels, Stefan Genth, in Düsseldorf. Der Staat lenke mit der Prämie Konsummittel in Milliardenhöhe in die Autobranche. Dieses Geld werde vor allem beim Einzelhandel abgezogen. Statt eine einzelne Branche zu stützen, sollte der Staat besser die Steuern für kleine und mittlere Einkommen senken. “Die Verbraucher können selbst am besten entscheiden, wofür sie ihr Geld ausgeben“, sagte Genth.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

VW wendet Abgas-Prozess in den USA ab
Fairfax (dpa) - Volkswagen hat auf den letzten Drücker den ersten US-Gerichtsprozess im "Dieselgate"-Skandal verhindert. Der Rechtsstreit mit einem Jetta-Besitzer, der …
VW wendet Abgas-Prozess in den USA ab
DGB-Chef fordert mehr Schutz und Respekt für Betriebsräte
In den kommenden Wochen werden in vielen deutschen Betrieben neue Betriebsräte gewählt. Nach Ansicht der Gewerkschaften sind sie gerade wegen der Digitalisierung …
DGB-Chef fordert mehr Schutz und Respekt für Betriebsräte
WTO-Chef: Handelskriege können "jederzeit passieren"
Erst US-Strafzölle, dann Proteste aus China und anderen Ländern: Die Stimmung könne sich hochschaukeln, warnt WTO-Chef Azevêdo. Mehr statt weniger Globalisierung ist …
WTO-Chef: Handelskriege können "jederzeit passieren"
BMW spielte falsche Abgas-Software auf 5er und 7er auf
München/Flensburg (dpa) - BMW hat 11.700 Dieselautos mit einer falschen Abgas-Software ausgestattet. Das Programm sei für die SUV-Modelle X5 und X6 entwickelt worden, …
BMW spielte falsche Abgas-Software auf 5er und 7er auf

Kommentare