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Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hellt sich weiter auf und Experten sehen ein Ende des Absturzes.

Trotz Krise: Stimmung hellt sich auf

Mannheim - Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hellt sich weiter auf. Das teilte das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW/Mannheim) am Dienstag nach seiner jüngsten Umfrage mit.

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hellt sich weiter auf und Experten sehen ein Ende des Absturzes. “Nach den Einschätzungen der Finanzmarktexperten geht die Talfahrt der Konjunktur allmählich zu Ende und die Talsohle dürfte im Sommer dieses Jahres erreicht sein“, teilte das ZEW mit. “Die Lage ist außerordentlich schlecht, aber es gibt erste Lichtblicke. Sie sollten jetzt nicht kaputtgeredet werden“, kommentierte ZEW-Chef Wolfgang Franz die Angaben.

Die Erwartungen für Deutschland haben sich laut ZEW im März erneut leicht verbessert, legen aber nicht mehr die Dynamik an den Tag wie dies in den vergangenen vier Monaten der Fall war. Das ermittelte Stimmungsbarometer stieg im Vergleich zum Vormonat um 2,3 Punkte auf minus 3,5 Punkte (Vormonat: minus 5,8 Punkte). Damit liegt der ZEW- Index weiterhin deutlich unter dem historischen Mittelwert von plus 26,2 Punkten.

Nach ZEW-Angaben sehen die Experten der konjunkturellen Entwicklung insgesamt gelassener entgegen. Dazu beigetragen haben nach Einschätzung von Franz fallende Preise für Rohstoffe und Nahrungsmittel sowie die erneute Zinssenkung der Europäischen Zentralbank. Die Preisentwicklung sowie Steuervergünstigungen durch die Wiedereinführung der Pendlerpauschale tragen nach Überzeugung des neuen Chefs der Wirtschaftsweisen auch dazu bei, dass der private Konsum bislang “sehr stabil“ geblieben ist.

Die aktuelle Konjunkturlage in Deutschland hat sich nach Ansicht der befragten 291 Analysten im März stabilisiert. Der entsprechende Indikator sank nur geringfügig um 3,2 Punkte auf minus 89,4 Punkte. In den Vormonaten war der Indikator mitunter zweistellig ausgefallen.
Für die gesamte Eurozone setzt sich der positive Trend fort - allerdings deutlich schwächer als im Vormonat: Der Indikator stieg um 2,2 Punkte auf minus 6,5 Punkte. Der Wert für die aktuelle Konjunkturlage im Euroraum stieg im März um 0,3 Punkte und erreichte einen Wert von minus 90,7 Punkten.

BIP bricht ein

Allerdings hat das Institut für Wirtschaftsforschung einen dramatischen Konjunktureinbruch für dieses Jahr in Deutschland vorausgesagt. So falle das BIP um 4,8 Prozent.

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dpa

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