+
Bereits im neunten Jahr in Folge ist der Strompreis gestiegen.

Strom für Verbraucher 7,2 Prozent teurer

Berlin - Strom ist für die deutschen Verbraucher innerhalb eines Jahres um 7,2 Prozent teurer geworden.

Ein Drei-Personen- Haushalt mit einem jährlichen Stromverbrauch von 3500 Kilowattstunden zahle derzeit im Durchschnitt 67,70 Euro pro Monat, vor einem Jahr waren es noch 63,15 Euro, wie der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) am Dienstag in Berlin mitteilte. Damit stieg der Strompreis nach den Berechnungen des Branchenverbandes das neunte Jahr in Folge.

Die Versorgungsunternehmen erhöhten die Preise im zurückliegenden Jahr um 9,8 Prozent, Steuern und Abgaben wurden um 3,3 Prozent angehoben. Nach der Marktöffnung 1998 hatte es noch einen Preissturz gegeben - von 49,95 Euro (1998) auf 40,66 Euro (2000) bei 3500 Kilowattstunden Verbrauch. Danach kostete Strom in jedem Jahr mehr. Der BDEW wies darauf hin, dass der Anteil staatlicher Gebühren bei dieser Musterrechnung von gut 12 Euro im Jahr 1998 auf inzwischen knapp 26 Euro gestiegen sei. Abgaben an den Staat machten damit 38,3 Prozent der Stromrechnung aus, 1998 waren es lediglich 24,7 Prozent.

Seit dem Tiefstand von 1999 (48,20 Euro) erhöhte sich der Strompreis inklusive Steuern und Abgaben nach den BDEW-Zahlen bis heute um 40 Prozent. Die deutschen Energiekonzerne setzten im gleichen Zeitraum ihre Preise für Stromerzeugung, -transport und - vertrieb um 23 Prozent herauf.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Genug Aktionäre überzeugt: Finanzinvestoren übernehmen Stada
Das lange Übernahmeringen um den hessischen Arzneimittelhersteller ist beendet. Bain und Cinven haben im zweiten Anlauf die nötige Zustimmung der Aktionäre erreicht. Nun …
Genug Aktionäre überzeugt: Finanzinvestoren übernehmen Stada
Schweiz verhängt Zulassungsstopp für manipulierte Porsche-Cayenne-Wagen
Die Behörden in der Schweiz haben einen Zulassungsstopp für bestimmte Modelle des Porsche Cayenne verhängt. Grund dafür ist der Umweltschutz.
Schweiz verhängt Zulassungsstopp für manipulierte Porsche-Cayenne-Wagen
Unternehmer Wöhrl will insolvente Air Berlin übernehmen
Der Nürnberger Unternehmer Hans Rudolf Wöhrl hat sein Interesse an der Übernahme der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin signalisiert.
Unternehmer Wöhrl will insolvente Air Berlin übernehmen
Studie: Lufthansa-Monopol droht vor allem auf innerdeutschen Strecken
Eine Komplettübernahme der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin würde der Lufthansa vor allem auf innerdeutschen Strecken zu einem starken Monopol verhelfen.
Studie: Lufthansa-Monopol droht vor allem auf innerdeutschen Strecken

Kommentare