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Arbeitgeber und ver.di haben sich auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt.

Neuer Tarifvertrag: Banker erhalten 2,5 Prozent mehr Geld

Frankfurt/Main - Die rund 240.000 Beschäftigten des privaten und öffentlichen Bankgewerbes erhalten 2,5 Prozent mehr Geld.

Zehn Monate nach Beginn der Verhandlungen einigten sich Arbeitnehmer und Gewerkschaft am Mittwochabend auf einen neuen Tarifvertrag. Neben der rückwirkende Erhöhung der Gehälter zum 1. November gibt es eine Einmalzahlung in Höhe von 200 Euro zum Februar 2010. Insgesamt läuft der Vertrag 22 Monate bis Ende April 2010. Der letzte Tarifvertrag war Ende Juni 2008 ausgelaufen.

“Das ist ein verantwortungsvoller Abschluss in einer äußerst schwierigen Lage unserer Branche“, sagte Banken-Verhandlungsführer Heinz Laber und fügte an: “Die Tarifparteien haben mit diesem Abschluss auch in der jetzigen Situation ihre Handlungsfähigkeit bewiesen.“

Ver.di-Verhandlungsführer Uwe Foullong zeigte sich erleichtert, dass der tariflose Zustand für die Beschäftigten beendet ist. “Vor dem Hintergrund der verschärften Finanzkrise ist der Abschluss vertretbar“, sagte er. Besonders positiv sei, dass man sämtliche Gegenforderungen der Arbeitgeber wie eine verschärfte Variabilisierung der Gehälter oder eine dauerhafte Regelung der Samstagsarbeit habe abwehren können.

Der neue Gehaltstarifvertrag gilt für die Beschäftigten der privaten Banken, darunter alle Großbanken, und Bausparkassen sowie der öffentlichen Banken wie Landesbanken, Förderinstitute und einzelne Sparkassen.

Darüber hinaus haben die Tarifparteien den Altersteilzeit-Tarifvertrag und die Rahmenregelungen zu Langzeitkonten bis 30. April 2010 verlängert. Wegen der massiven Auswirkungen der Finanzmarktkrise auf die Geschäftstätigkeit der Banken haben die Tarifparteien nach eigener Aussage vereinbart, sich im Wesentlichen auf die Frage der Gehaltsanpassung zu konzentrieren. Alle weiteren Themen, die in die seit Juni 2008 laufende Tarifrunde von beiden Seiten eingebracht wurden, seien ungeregelt geblieben und könnten zu einem späteren Zeitpunkt aufgegriffen werden.

AP

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