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Stahlkocher bei ThyssenKrupp: Der Konzern muss den Gürtel enger schnallen.

Wirtschaftskrise

Konzernumbau bei ThyssenKrupp

Düsseldorf - Deutschlands größter Stahlproduzent ThyssenKrupp schnallt angesichts der Umsatzeinbrüche durch die weltweite Wirtschaftskrise den Gürtel enger.

Der Konzern will seine bislang fünf Sparten in nur noch zwei Divisionen bündeln und so mehrere hundert Arbeitsplätze in der Verwaltung einsparen. Auch der Konzernvorstand soll um drei Mitglieder reduziert werden. Insgesamt erwartet der Konzern dadurch Einsparungen von bis zu 500 Millionen Euro jährlich, wie er am Donnerstag in Düsseldorf mitteilte. Die wirtschaftliche Lage in nahezu allen Ländern und Branchen habe sich in den vergangenen Wochen noch stärker verschlechtert als erwartet. Dem müsse sich ThyssenKrupp anpassen, betonte das Unternehmen. Der Aufsichtsrat soll über die Umstrukturierung, die mit Beginn des neuen Geschäftsjahres Anfang Oktober umgesetzt werden soll, auf einer außerordentlichen Sitzung am 27. März entscheiden.

Rote Zahlen im zweiten Quartal

Nach Rekordgewinnen in den vergangenen Jahren geht der Konzern im Geschäftsjahr 2008/2009 zurzeit von einem “operativ noch positiven Ergebnis“ aus. Nicht berücksichtigt seien dabei allerdings die beträchtlichen Vorlaufkosten für den Bau neuer Stahlwerke in Brasilien und Nordamerika, sowie der Restrukturierungsaufwand unter anderem für Personalanpassungen sowie Wertberichtigungen. Sie würden das Ergebnis in diesem Jahr erheblich prägen, hieß es in Düsseldorf.

Voraussetzung für das Erreichen schwarzer Zahlen sei außerdem, dass sich die wirtschaftliche Situation im zweiten Halbjahr unter anderem durch die eingeleiteten Konjunkturprogramme verbessere. Für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2008/2009 (Januar bis März) erwartet der Konzern allerdings rote Zahlen. Vor allem die starke Unterauslastung der Werke, der Preisdruck und die zu erwartenden Wertberichtigungen auf das Vorratsvermögen führten zu erheblichen Belastungen, erklärte das Unternehmen. Bei der geplanten Umstrukturierung will der Konzern seine drei Sparten Stahl, Edelstahl und Dienstleistungen zu der neuen Division “Materials“ zusammenfassen. Die Sparten Aufzüge und Industriegüter sollen sollen zur neuen Division “Technologies“ verschmolzen werden. Dadurch könnten zahlreiche Doppelfunktionen eingespart werden, hieß es.

ap

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