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Der Lenker ist die Schwachstelle bei vielen getesteten Fahrrädern.

Trekkingräder: Teure Alleskönner patzen im Test

Teuer ist nicht gleich besser – das gilt auch bei Trekkingrädern. Die Stiftung Warentest prüfte 15 Modelle der Alleskönner und bewertete nur drei mit der Note „gut“.

Wer 1000 Euro für ein Fahrrad ausgibt, erwartet Qualität – leider oft vergebens. Die Stiftung Warentest in Berlin hat 15 Trekkingräder im Wert zwischen 900 und 1270 Euro untersucht. Neun Modelle patzen im Dauertest: Nach einer simulierten Fahrleistung von 5000 bis 15 600 Kilometern gingen sie vorzeitig kaputt. Die Tester zählten vier gebrochene Lenker, eine gebrochene Gabel, einen Vorbau- und einen Rahmenanriss. Dazu kamen unsichere Bremsen bei drei Modellen. Nur drei Trekkingräder fuhren insgesamt gute Noten ein (siehe Tabelle).

Gewinner & Verlierer

Sicher und haltbar, mit seinem ausgewogenen „guten“ Fahrverhalten liegt das im Vergleich relativ preiswerte Kalkhoff Image (900 Euro) vorn. Mit über 17 Kilo um zwei Kilo schwerer und 100 Euro teurer ist das vergleichbar „gute“ KTM Life Tour (1000 Euro). Dahinter platzierte sich das Staiger Ohio (1000 Euro) mit mechanischer statt hydraulischer Bremse und ungefederter Sattelstütze. Das mit 1270 Euro teuerste und einzige „mangelhafte“ Rad im Test, das Simplon Spotlight X7, versagte bereits nach 5000 Kilometern mit einem gebrochenen Lenker.

Sportlich & bequem

Ein Trekkingrad ist ein gemäßigtes Geländerad. Es sieht dem Mountainbike ähnlich, fährt aber besser auf der Straße. Der Untergrund sollte auf jeden Fall fest sein. Wer auf richtig holpriges Gelände fährt, riskiert einen Platten und verschleißt das Material. Im Trekkingrad-Test zeigte sich: Auf Sand und Schlamm läuft mit Trekkingbikes nicht mehr viel. Im Vergleich zu Mountainbikes weisen sie schlankere Maße auf. Der Rahmen ist etwas graziler, die Reifen schmaler und mit 28 Zoll größer konstruiert. „Trekkingbikes eignen sich ideal für sportliche Fahrer, die eine gemäßigte Alternative zum Mountainbike suchen“, urteilen die Warentester. Auch auf der Reise machen sich die Räder gut, „weil sie zum einen nicht anfällig und zum anderen bequem sind“.

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