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Eine zerschnittene Puppe aus China in einem Labor beim TÜV Rheinland.

Über 1.500 gefährliche Produkte in der EU entdeckt

Verbraucherschützer und Behörden in Europa haben im vergangenen Jahr mehr als 1.500 gefährliche Produkte aufgespürt. Die meisten kamen aus China.

Die europäischen Behörden haben 2008 deutlich mehr gefährliche Konsumgüter aus dem Verkehr gezogen als in den Vorjahren. 1866 unsichere Produkte wurden an das EU-Schnellwarnsystem RAPEX gemeldet, 16 Prozent mehr als im Vorjahr, teilte EU-Verbraucherkommissarin Meglena Kuneva am Montag in Brüssel mit.

Grund sei die steigende Wachsamkeit der Behörden. Betroffen waren vor allem Kinderwaren, Elektrogeräte und Kraftfahrzeuge, die Risiken wie Verletzungen oder Ersticken bargen. Unter den gefährlichen Produkten waren 498 Spielsachen.

Mit 13 Prozent der Meldungen lag Deutschland an erster Stelle.

Mindestens 909 der beanstandeten Produkte - von Schuhen bis hin zu Puppen - kamen aus China. Sie sei mit den dortigen Behörden noch “nicht zufrieden“, mahnte Kuneva. “Wir brauchen Produkte aus China, aber nicht auf Kosten der Sicherheit.“  

Der Anteil der aus China stammenden gefährlichen Produkte legte auch im vergangenen Jahr zu: um sieben Prozentpunkte auf jetzt 59 Prozent. Die EU-Kommission führt dies darauf zurück, dass seit den Rückrufaktionen für in China produziertes Spielzeug im Jahr 2007 Lieferungen aus der Volksrepublik besonderes scharf kontrolliert würden.

dpa/AP

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