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UniCredit-Konzernchef Alessandro Profumo soll nun die Staatshilfen aushandeln.

UniCredit will bis zu vier Milliarden Euro vom Staat

Mailand - Die italienische Großbank UniCredit will wegen der andauernden Wirtschaftskrise staatliche Unterstützung in Österreich und Italien beantragen.

Der Aufsichtsrat habe den Konzernchef Alessandro Profumo ermächtigt, staatliche Hilfen in Höhe von bis zu 4 Milliarden Euro zu auszuhandeln, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Mailand mit. Außerdem wolle sich die Großbank an private Unternehmen wenden. Die geplanten Staatshilfen entsprechen damit ungefähr dem Gewinn 2008.

Die Mutter der Münchner HypoVereinsbank konnte im abgelaufenen Jahr konzernweit einen Nettogewinn von 4,01 Milliarden Euro verbuchen. Damit schnitt das italienische Unternehmen besser ab als am Markt erwartet, trotz eines massiven Gewinnrückgangs um rund ein Drittel gegenüber den 6 Milliarden Euro von 2007. Analysten hatten jedoch Schlechteres erwartet und im Schnitt mit 3,78 Milliarden Euro gerechnet. Im vierten Quartal verdiente das Institut mit 505 Millionen Euro nur noch etwa die Hälfte des Vorjahreswerts, der Markt hatte mit einem Rückgang auf 351 Millionen Euro gerechnet.

dpa

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