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Urlaubsgeld 2009: Das zahlen bayerische Arbeitgeber

München - Für viele Deutsche ist das Urlaubsgeld ein echter Segen. Einige Betriebe in Oberbayern zahlen aber in diesem Jahr weniger - oder haben Teile der Sonderzuwendungen ganz gestrichen.

Einen Stern mehr beim gebuchten Ferienhotel oder doch eine Flugreise statt Urlaub auf Balkonien – für viele Arbeitnehmer hängen solche Entscheidungen vom jährlichen Urlaubsgeld ab. Aber gerade in Firmen, die die Sonderzahlungen vom unternehmerischen Erfolg abhängig machen, sieht es heuer schlecht aus. Aufgrund der Wirtschaftskrise gibt es stellenweise weniger oder gar keine Bonuszahlungen.

Das Urlaubsgeld ist eine Sonderzuwendung des Arbeitgebers an seine Angestellten. Auf die Zahlung besteht in der Regel kein rechtlicher Anspruch. Die Grundlage für den Bonus sind meist Regelungen in Tarifverträgen, Betriebsvereinbarungen oder Arbeitsverträgen. Wird das Urlaubsgeld vom Arbeitgeber allerdings wiederholt freiwillig gezahlt und das über mindestens drei Jahre hinweg, ohne dass er sich einen Widerruf vorbehalten hat, kann ein rechtlicher Anspruch aufgrund der sogenannten betrieblichen Übung entstehen.

Die Höhe der Zuwendungen ist abhängig von der Branche, dem Unternehmen, der Art der Anstellung und der Dauer der Betriebszugehörigkeit. Wer mitten im Jahr bei einem Unternehmen angestellt wird, der erhält die Zahlung des Urlaubsgeldes nur anteilig für die Monate der Betriebszugehörigkeit. Manche Arbeitgeber verpflichten ihre Arbeitnehmer zur Rückzahlung eines Anteils des Urlaubsgeldes, sollten diese in einem bestimmten Zeitraum nach Zahlung aus dem Unternehmen ausscheiden. Die zusätzliche Leistung kann auch während der Elternzeit wegfallen. Urlaubsgeld ist nicht zu verwechseln mit dem bezahlten Urlaub (Urlaubsentgelt).

Von Diana Millgramm

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