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Sieht "vorläufige Anzeichen", dass sich der heftige Wirtschaftsabschwung verlangsame: US-Notenbankchef Ben Bernanke.

US-Notenbankchef macht Mut

Atlanta - US-Notenbankchef Ben Bernanke sieht erste Hoffnungsschimmer inmitten der schwersten Wirtschaftskrise seit Jahrzehnten. In jüngster Zeit habe es “vorläufige Anzeichen“ gegeben, dass sich der heftige Abschwung verlangsame, sagte Bernanke.

Wenn sich die Lage beruhige, sei dies der erste Schritt auf dem Weg zur Erholung, sagte Bernanke in einer Rede in Atlanta (US-Staat Georgia). Allerdings werde ein nachhaltiger Aufschwung ausbleiben, solange sich das Finanzsystem und die Kreditmärkte nicht stabilisierten, betonte er vor Studenten. Doch auch an dieser Front gebe es Fortschritte.

Dass sich der Konjunkturabsturz verlangsame, habe sich unter anderem bei jüngsten Daten zum Häusermarkt und bei den Verbraucherausgaben gezeigt, sagte Bernanke. “Ich bin fundamental optimistisch mit Blick auf unsere Wirtschaft“, sagte der Notenbankchef. Die gegenwärtige Krise sei eine der schwierigsten wirtschaftlichen Episoden der jüngeren Geschichte. “Aber die Grundlagen unserer Wirtschaft sind robust, und es gibt keine Probleme, die wir nicht mit Einsicht, Geduld und Beharrlichkeit überwinden können.“

Bernanke hatte bereits vor wenigen Wochen erklärt, er sehe erste “grüne Triebe“ inmitten der düsteren Wirtschaftslandschaft. Die Rezession hatte in den USA offiziell im Dezember 2007 begonnen. Der optimistischeren Sicht versetzten am Dienstag die neuesten Daten zu den US-Einzelhandelsumsätzen einen Dämpfer, die im März um 1,1 Prozent fielen. Im Monat zuvor waren sie überraschend um 0,3 Prozent gestiegen.

Ökonomen erwarten, dass die US-Wirtschaft im ersten Quartal dieses Jahres nicht mehr so katastrophal eingebrochen ist wie in den letzten drei Monaten 2008. Im vierten Quartal vorigen Jahres war die größte Volkswirtschaft der Welt aufs Jahr hochgerechnet noch um 6,3 Prozent geschrumpft und damit so stark wie seit mehr als einem Vierteljahrhundert nicht mehr.

dpa

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