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Die Commerzbank-Tochter Eurohypo wird in dem Insolvenz-Antrag des zweitgrößten US-Shoppingmall-Betreibers als einer der größten Gläubiger genannt.

US-Shoppingmall-Riese geht Pleite

Chicago - Eine der größten Immobilien-Pleiten in den USA trifft auch die deutsche Commerzbank: Der zweitgrößte US-Shoppingmall-Betreiber General Growth Properties (GGP) hat Insolvenz angemeldet. Die Commerzbank-Tochter Eurohypo wird in dem eingereichten Antrag als einer der größten Gläubiger genannt.

Nach monatelangen Verhandlungen mit den Gläubigern und dem vergeblichen Versuch, sich anderweitig zu refinanzieren, habe der Konzern Gläubigerschutz nach US-Recht (Chapter 11) beantragt, teilte GGP in Chicago mit. Auch für den deutschen Immobilienfinanzierer Eurohypo könnte dies zu weiteren Belastungen führen.

Die Commerzbank-Tochter Eurohypo wird in dem eingereichten Antrag als einer der größten Gläubiger genannt. Insgesamt belaufen sich demnach die Forderungen des Instituts auf zwei Kredite mit einem Gesamtvolumen von rund 2,6 Milliarden Dollar (rund 2 Mrd. Euro).

Die Eurohypo wollte sich auf Anfrage zu dem Thema zunächst nicht äußern. Finanzkreise rechnen aber damit, dass die tatsächlichen Forderungen der Commerzbank-Tochter deutlich unter der im Antrag genannten Summe liegen. Diese beziehe sich auf das Gesamtvolumen von syndizierten Krediten - davon entfalle aber am Ende nur ein Teil auf die Eurohypo.

GGP hatte Ende 2008 eine Bilanzsumme von rund 29 Milliarden Dollar, die ausstehenden Schulden beliefen sich auf etwa 27 Milliarden Dollar (20,4 Mrd Euro). Der Konzern betreibt in den USA mehr als 200 Shopping-Center in 44 Bundesstaaten.

dpa

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