US-Wirtschaft bricht um 6,3 Prozent ein

Washington - Rabenschwarzes Schlussquartal 2008 für die USA: Aufs Jahr hochgerechnet ist die größte Volkswirtschaft der Welt in den letzten drei Monaten des Vorjahres um 6,3 Prozent eingebrochen und damit so stark wie seit 1982 nicht mehr.

Das teilte das US-Handelsministerium am Donnerstag mit. Das Ergebnis lag leicht unter der vorangegangenen Schätzung, die von einem Minus von 6,2 Prozent ausgegangen war. Im Gesamtjahr wuchs die US-Wirtschaft jedoch immerhin noch leicht um 1,1 Prozent, nach 2 Prozent 2007. Vor allem verdüsterte eine verschlechterte Lage bei den Ausfuhren, den Verbraucherausgaben sowie bei Investitionen der Unternehmen und in der Bauwirtschaft das Bild, teilte das Ministerium weiter mit. Allenfalls die Staatsausgaben steuerten dagegen.

“Die Wirtschaft leidet enorm, aber wir sehen einige Signale (der Besserung)“, sagte der Ökonom John Herrmann der Fachagentur “Bloomberg“ vor Veröffentlichung der Zahlen. Die staatlichen Maßnahmen im Kampf gegen die Krise zeigten Wirkung und würde dazu beitragen, dass die Erholung der Wirtschaft in Schwung kommt.

So schnitt der Einzelhandel seit Jahresbeginn besser ab als befürchtet. Auch an der Immobilienfront hellte sich das Bild durch einen deutlich Anstieg der Baubeginne und eine größere Zahl verkaufter Häuser auf. Auch leeren sich die Lage der Unternehmen zusehends. “Das sind ermutigende Neuigkeiten“, sagte der Chefökonom von Nomura Securities International, David Resler. Die Deutsche Bank rechnet jedoch für das erste Quartal dieses Jahres mit einem noch stärkeren Absturz der US-Wirtschaft von minus 8 Prozent. Für das Gesamtjahr 2009 prognostiziert die Deutsche Bank, dass die US-Wirtschaft sogar um 3,9 Prozent schrumpfen wird.

dpa

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