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Spektakuläre Gewinne sind bei Banksparplänen nicht möglich, dafür ist aber das Risiko für Anleger nur gering.

Banksparpläne

Variable Zinsen sichern Rendite

Im Zuge der Börsenkrise sind viele Fondssparpläne abgestürzt. Im Gegensatz dazu meistern Banksparpläne die Krise mit Gewinn, wenngleich auch hier die Renditen gesunken sind. Wir erklären, wie Banksparpläne funktionieren.

Sparpläne von Banken und Versicherungen eignen sich sowohl zur Geldanlage als auch zum Vermögensaufbau. Anleger können jeden Monat einen individuell bestimmbaren Betrag überweisen. Spektakuläre Vermögensgewinne sind zwar nicht möglich, dafür erwirtschaften Banksparpläne sichere Renditen ohne Ausfallrisiko.

Wichtigster Unterschied zwischen den verschiedenen Sparplanangeboten ist ihre Verzinsung. Einige Banken offerieren feste Zinssätze bis zum Ende der Laufzeit, andere bieten kalkulierbare Zinstreppen oder arbeiten mit variablen Zinsen. Häufig wird die Vergleichbarkeit dadurch erschwert, dass sich die Rendite aus unübersichtlichen Bonussystemen oder Prämienzahlungen ergibt. Hier gilt es, genau aufzupassen.

Banksparpläne sind ein ideales Anlageprodukt für risikoscheue Anleger. Individuelle Sparbeträge und Zinsgarantie über die gesamte Laufzeit sorgen für eine sichere Kapitalbildung. Minuswachstum und Kapitalverluste, wie es schwankungsintensive Wertpapiere wie Aktien oder Aktienfonds immer wieder aufweisen, gibt es bei dieser Anlageform nicht. Wer über Jahre regelmäßig einen kleinen Betrag beiseitelegt, der kommt schrittweise zu einem kleinen Vermögen. Generell sind drei Unterschiedliche Sparformen auf dem Markt:

Feste Laufzeit und fester Zins

Bei dieser Form ist entscheidend, zu welcher Zeit der Sparplan startet. Beginnt er in einer Hochzinsphase, erzielen Anleger Vorteile, denn der Zinssatz ist für die gesamte Spardauer garantiert. Wer beispielsweise Ende 2007 einen Zehnjahresvertrag bei der Deutschen Bank begonnen hat, der darf sich heute über jährliche Gutschriften von 4,4 Prozent freuen. Inzwischen ist der Neuabschluss eines Festzins-Sparplans weniger attraktiv, weil die aktuellen Magerzinsen für die gesamte Vertragslaufzeit gelten. Der Vorteil fester Zinsen liegt im planbaren Sparergebnis. Nachteil: Die Sparpläne sind nicht oder meist mit starken Zinsverlusten kündbar.

Zinstreppe

Hier liegt die Verzinsung ebenfalls fest, wächst aber von Jahr zu Jahr an. Beispiel Mercedes-Benz-Bank: Die Autobank bietet derzeit 3,25 Prozent Zinsen im ersten Sparjahr ansteigend bis auf 4,2 Prozent im sechsten Jahr. Finanzexperte Gottschalk hält dies für ein gutes Angebot, denn wer bis zum Schluss bei der Stange bleibt, erzielt eine Rendite von 3,98 Prozent. Zusätzliches Bonbon: Vier Prozent Extrazins bei Kauf eines Mercedes, dadurch steigt die Rendite auf 5,23 Prozent. Einige Anbieter erlauben außerdem eine Einmalzahlung zu Sparbeginn – das beflügelt den Zinseszinseffekt. Vorteil: Vorzeitiges Kündigungsrecht – gut, wenn die Zinsen steigen. Nachteil: Bei vorzeitigem Ausstieg mindern die fehlenden Hochzinsjahre am Sparende die Endrendite.

Variabler Zins

Diese weit verbreitete Form besteht zumeist aus einem flexiblen Basiszins plus feststehenden Bonuszinsen. Der Basiszins wird regelmäßig der jeweiligen Marktlage angepasst. Als Richtschnur dienen öffentliche Referenzzinssätze, etwa der 3-Monats-Euribor der Europäischen Zentralbank, der EZB-Leitzins oder Umlaufrenditen öffentlicher Anleihen. Häufig orientieren sich Banken an einer Kombination aus zwei oder drei Zinssätzen. Die Bonuszinsen sind laufzeitabhängig. Es gilt: Je länger man spart, desto höher der Extrazins.

Die Höhe der Boni bezieht sich entweder auf die jährliche Sparrate, auf die jährlichen Basiszinsen oder besteht aus festgelegten Geldprämien. Gottschalk bemängelt das unkalkulierbare Sparergebnis variabler Sparpläne, „weil niemand weiß, wie sich die Zinsen künftig entwickeln“.

Den Einstieg in der aktuellen Niedrigzinsphase sieht der Verbraucherschützer aber nicht als Nachteil: „Im Gegensatz zu Sparplänen mit festen Zinsen bessert sich die Rendite bei variabler Verzinsung mit steigendem Marktzins automatisch.“ Für den Fall eines erneuten Zinsrückgangs steht ein weiterer Trumpf bereit: die Kündigungsmöglichkeit nach einer Frist von drei Monaten.

Mehr Informationen gibt es unter der Fax-Abrufnummer 0 900 1/25 26 65 51 40 (0,62 Euro/Minute, 6 Seiten) bis 12. Juni. Das Fax-Gerät auf „Polling“ oder „Sendeabruf“ stellen, Fax-Service-Nummer wählen und Starttaste drücken. Alle neueren Geräte haben diese Funktion. Kein Fax? Dann senden Sie einen mit 0,90 Euro frankierten Rückumschlag plus 1,45 EUR in Briefmarken unter dem Stichwort „Banksparpläne“ an: Versandservice, Lerchenstr. 8, 86938 Schondorf.

von Max Geissler

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