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Stabiler Wert: Angesichts von Börsenturbulenzen werden Immobilien beliebter.

Wie viel ein Eigenheim jetzt kostet

Die Immobilienpreise in Bayern haben sich trotz der Wirtschaftskrise stabil entwickelt. Das geht aus dem Marktbericht der Sparkassengruppe hervor. Für Käufer sehen die Experten zur Zeit günstige Bedingungen.

Angesichts der Turbulenzen, die die Wirtschaftskrise an den Finanzmärkten ausgelöst hat, steige das Interesse an Immobilien als Wertanlage, sagte Oliver Gerstner, Geschäftsführer der Sparkassen-Immobilien-Vermittlungs-GmbH gestern in München. „Wir stellen gerade in den letzten drei Monaten eine deutliche Belebung der Nachfrage von Kapitalanlegern fest“, erklärte Gerstner. „Es wird wieder in vermietete Eigentumswohnungen und Häuser investiert.“

Grundsätzlich habe die konjunkturelle Entwicklung dagegen kaum einen Einfluss. Kauf und Verkauf von Immobilien seien in erster Linie von biografischen Anlässen – wie Heirat, Geburt von Kindern, Scheidung oder Tod – und nicht vom wirtschaftlichen Umfeld gesteuert. Allerdings seien die aktuellen Rahmenbedingungen für Immobilienkäufer attraktiv. So lägen die Zinsen auf historisch niedrigem Niveau, wie Rudolf Faltermeier, Vizepräsident des Sparkassenverbands Bayern, sagte. Der Effektivzins für Hypothekenkredite guter Bonität mit zehnjähriger Laufzeit liege im Filialgeschäft aktuell zwischen 4,4 und 4,8 Prozent. Die Immobilienpreise seien ebenfalls moderat.

Dem Marktbericht zufolge sind die Preise für Häuser in Bayern 2008 im Durchschnitt um 1,5 (neue) bzw. 1,7 (gebrauchte) Prozent gestiegen. Bei Wohnungen zeigten sich dagegen deutliche Unterschiede in der Marktentwicklung. Während neu gebaute Wohnungen im Schnitt 14 Prozent teurer waren als im Jahr zuvor, kosteten gebrauchte sieben Prozent weniger. Dies hänge allerdings mit mehreren verzerrenden Effekten zusammen, hieß es. So seien gerade im letzten Quartal mehr kleinere, günstige, gebrauchte Wohnungen als Kapitalanlage verkauft worden, was den Durchschnittspreis senke. Bei den Neubauten hätten sich dagegen unter anderem gestiegene Baukosten auf die Preise ausgewirkt. Grundsätzlich seien – unter anderem abhängig von der Lage – auch größere Abweichungen von diesen Durchschnittswerten möglich.

Insgesamt erwarte man, dass sich die Preise für Wohnimmobilien heuer stabil entwickeln, sagte Gerstner. Abkoppeln werde sich allerdings der Münchner Immobilienmarkt. Er bleibe geprägt vom Zuzug und einem weit unter Bedarf liegenden Neubaugeschehen. Hier sei mit tendenziell steigenden Verkaufspreisen und Mieten zu rechnen.

Franz Wirnhier, Chef der LBS Bayern, sprach sich für weitere staatliche Förderung von Investitionen in die Energieeffizienz von Alt- und Neubauten aus. Dies würde die Konjunktur stützen und dem Klimaschutz dienen.

dm

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