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Eine Filiale von H&M. In mehreren Läden in Bayern ruht heute die Arbeit.

Warnstreiks: Auch H&M-Filialen bleiben dicht

Augsburg - Im Tarifstreit des bayerischen Einzelhandels haben Beschäftigte am Freitag erneut ihre Arbeit ruhen lassen. Mehrere Filialen des Bekleidungsgeschäfts H&M beteiligen sich an der Protestaktion.

Betroffen waren unter anderem das Zentrallager der Textilkette H&M in Großostheim (Landkreis Aschaffenburg), mehrere H&M Filialen in Augsburg, Dehner in Königsbrunn (Landkreis Augsburg) sowie die Verlagsgruppe Weltbild. In Großostheim hatten sich Mitarbeiter am Morgen nach Angaben der Gewerkschaft ver.di vor dem Werkstor versammelt, um für höhere Löhne und Gehälter zu protestieren. ver.di-Streikleiter Peter König sprach von 70 Teilnehmern, die später nach Würzburg kamen, um in der Innenstadt mit Beschäftigten anderer Einzelhändler ihren Unmut zu verdeutlichen.

Nach Worten einer H&M-Sprecherin aus Hamburg war die Arbeit in Großostheim nicht beeinträchtigt, weil nach ihren Informationen nur etwa 40 der 400 Lager-Beschäftigten nicht im Werk erschienen waren. In Augsburg machten die Betroffene mit einer Kundgebung auf ihre Forderungen aufmerksam. Die Gewerkschaft verlangt für die gut 330 000 Beschäftigten der Branche im Freistaat 6,5 Prozent mehr Geld, mindestens aber 135 Euro. Die Arbeitgeber haben bisher kein Angebot vorgelegt. Die erste Verhandlungsrunde war ergebnislos vertagt worden.

Ein Sprecher des Landesverbandes des Bayerischen Einzelhandels sagte in München, die Forderungen sind in Anbetracht der Wirtschaftskrise realitätsfern. "Natürlich sind wir aber verhandlungsbereit." Für den 26. Mai ist in dem Konflikt eine zweite Verhandlungsrunde angesetzt. Bis dahin soll es weitere Aktionen in Bayern geben. Für Montag sind etwa die Beschäftigten mehrerer Hundert Schlecker-Filialen zum Warnstreik aufgerufen.

dpa

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